Krasse Farben, klare Schnitte und der wiederentdeckte Pony – wir verraten euch heute exklusiv von der Internationalen Handwerksmesse, wie weibliche und männliche Köpfe in diesem Frühjahr und Sommer garantiert rocken. Also ab mit den alten Zöpfen und gespannt gelauscht, was die Expertin, Friseurmeisterin Elke Meixner, Dozentin von der Friseur-Innung München, über „haarige Angelegenheiten“ zu berichten weiß.

50 Shades of Grey – ein Film setzt Frisuren-Trends

Die Azubis Nezaket (20), Sabine (20) und Verena (18) mischen kräftig mit: „Absolutes Frisuren-Vorbild für Mädels bei den Promis ist Dakota Johnson, die Hauptdarstellerin aus dem neuen Kinofilm ‚50 Shades of Grey‘“, schwärmt Sabine. „Lange, fließende Haare, die glänzen und mit einem coolen Pony aufgepeppt werden, – ein Traum!“ Schicke Stufen und viel Textur verleihen Pep, Bewegung und Wandelbarkeit. Auch Bob-Liebhaberinnen müssen jetzt nicht in Panik ausbrechen: Kurz ist nach wie vor angesagt. „Hauptsache gepflegt und – für Mutige – mit kräftigen Farben hervorgehoben“, weiß Friseurmeisterin Elke Meixner.

Aber auch die Männer können mit ihrem Kopfschmuck punkten: Undercuts kommen nach wie vor gut an – jedoch inzwischen mit längerem Deckhaar. „So wie der Rapper KC Rebell“, wirft Nezaket ein. Zum Schmachten schön finden die Friseur-Auszubildenden einen gepflegten Vollbart à la Jake Gyllenhaal. Also liebe Männer: Bart ist wieder Trend! Wichtig dabei: Symmetrie! Das heißt, regelmäßig beim Friseur zum Stutzen vorbeischauen! Eine weitere gute Nachricht für die Herren der Schöpfung: Absolute No-Gos gibt es nicht – außer den Langzeit-Albtraum Vokuhila!

Bloß nicht: unüberlegte Radikalveränderungen bei Liebeskummer & Co

Was für Männlein UND Weiblein gilt: Bitte keine Radikalveränderungen! „Gerade Frauen neigen zu unüberlegten Frisuren-Experimenten, zum Beispiel wenn eine Partnerschaft zu Ende geht“, weiß Friseurmeisterin Elke Meixner. Ihr Tipp: Unbedingt vom Profi Hand anlegen lassen. „Kompetente Beratung ist das A und O.“ Der Friseur eures Vertrauens kann euch nämlich ganz genau sagen, welche Frisur zu eurer Kopf- und Gesichtsform passt und bewahrt euch vor Schneide- und Farbunfällen im eigenen Badezimmer.

Im Großen und Ganzen gilt: Erlaubt ist, was gefällt! Und auch für diejenigen mit einem kleinen Geldbeutel muss ein Friseurbesuch nicht den finanziellen Ruin bedeuten. Sabine warnt vor Friseuren, die euch „in einer halben Stunde abfertigen und zur Kasse zerren“. Sie weiß: „Ein guter Friseur nimmt sich Zeit für Beratung und Umsetzung.“ Ihre Tipps für den kleinen Geldbeutel: „Selber föhnen! Damit spart ihr euch ein bisschen Geld. Außerdem könnt ihr den Aufpreis für exquisite Pflegeprodukte umschiffen.“ Nichtsdestotrotz: „Die Haare eines Menschen sieht man sofort. Deshalb finde ich es total wichtig, die Könner an den Kopf zu lassen und keine dubiosen Billigprodukte zu verwenden. In diesem Fall lohnt es sich echt, ein bisschen Kohle zu investieren.“

Selbst zu Schere, Farbe und Lockenwicklern greifen und Friseur werden? Läuft!

Wenn ihr Lust bekommen habt, selbst den Friseurberuf zu ergreifen, schaut doch mal, wer in eurer Nähe diese vielseitige Ausbildung anbietet. Was ihr dafür mitbringen solltet? „Spaß an Haaren und Lust, Leute zu verschönern“, meint Elke Meixner. Ganz wichtig ist auch: keine Scheu vor Menschen! Und natürlich müsst ihr in diesem Beruf Standhaftigkeit beweisen – oder habt ihr schon mal einen Friseur gesehen, der nonstop im Sitzen schneidet? „Gute Laune und Offenheit spielen bei uns eine große Rolle“, so Auszubildende Verena. „Für mich ist der Friseur der schönste Beruf der Welt: Du siehst, wie die Leute sich im Spiegel anschauen und ihr Mund sich zu einem Lächeln formt.“