Von Sarah Freundshuber

Das Wetter wird zunehmend ungemütlicher und die Wege sind gesäumt von heruntergefallenen Blättern. Es lässt sich nicht leugnen: Der Herbst ist endlich da! Und was darf keineswegs fehlen? Na Halloween! Je näher der 31. Oktober rückt, desto mehr Vorboten dieses Festes könnt ihr entdecken. Von der Schaufenster-Dekoration, über abgefahrene Halloween-Süßigkeiten und natürlich die ausgehöhlten Kürbisse vor vielen Haustüren.

Kürbisschnitzen? Was zum Teufel hat es damit eigentlich auf sich?

Jeder kennt sie und hat bestimmt schon einmal einen selbst gemacht. Na klar, schließlich ist ein Kürbis mit Fratze ein Sinnbild für Halloween  und  sorgt für einen heiteren Abend mit ein wenig Grusel. Aber woher kommt das Kürbisschnitzen und was bedeutet es? Zu verdanken haben wir diesen Brauch einem Hufschmied namens Jack Oldfield aus Irland.

Jack und der Teufel – so kam es zur Legende

Am Abend vor Allerheiligen saß Jack in einer Kneipe, als plötzlich der Teufel neben ihm stand, um ihn zu holen. Jacks Deal: seine Seele für einen letzten Drink! Der Teufel wollte ihm diesen Wunsch erfüllen, stellte aber fest, dass er kein Geld bei sich hatte und verwandelte sich deshalb selbst in eine Münze. Doch statt mit ihr den Wirt zu bezahlen, steckte Jack die Münze in seinen Geldbeutel. Cleveres Kerlchen, dieser Jack: Dort hatte er ein silbernes Kreuz, weshalb sich der Teufel nicht zurück verwandeln konnte. Jack verhandelte mit dem Teufel und konnte noch zehn Jahre für seine Seele rausschlagen.

Natürlich kam der Teufel nach zehn Jahren wieder und wollte nun Jacks Seele mitnehmen. Dieser bat um einen letzen Gefallen: Der Teufel solle ihm einen Apfel als Henkersmahlzeit pflücken. Als der Teufel auf den Apfelbaum kletterte schnitze Jack ein Kreuz in die Rinde des Baums.  Er handelte abermals mit dem Teufel  – Jacks Seele solle bis in die Ewigkeit in Ruhe gelassen werden.

Schaurig-schöne Legende – Gesprächsstoff für jede Halloween-Party

Als Jack viele Jahre später starb bat er im Himmel um Einlass. Er war in seinem Leben jedoch kein guter Mensch und wurde deshalb abgewiesen. Als er zum Höllentor kam wurde ihm auch hier der Eintritt verwehrt. Schließlich hatte der Teufel ihm das Versprechen gegeben niemals seine Seele zu holen.  Somit wurde Jack wieder auf die Erde geschickt. Damit er im Dunkeln ein Licht hatte gab man ihm eine glühende Kohle aus dem Höllenfeuer welche er in einen Kürbis steckte und als Laterne benutze.

Von da an kannte man ihn nur noch als Jack O’Lantern und er war dazu gezwungen auf ewig am Vorabend von Allerheiligen mit seiner Laterne durch die Dunkelheit zu wandern.  Daraus wurde abgeleitet, dass an Halloween ein Licht in einem Kürbis den Teufel und alle anderen Geister fernhalten würde. Deshalb Leute, Augen auf beim Halloween-Spaziergang – vielleicht begegnet ihr dem guten alten Jack O‘Lantern. Happy Halloween!