Liebliche Dudelsack-Klänge gemixt mit mitreißender Rockmusik – die absolute Lieblingsband von Ilija ist Saltatio Mortis. Für den Elfjährigen gibt es nichts Besseres, als bei Mittelaltermärkten oder Festivals mit einem leckeren Crêpe an der Bühne zu stehen und an den Lippen seiner acht Helden zu hängen. „Wo sind die Clowns?“ vom neuen Album „Zirkus Zeitgeist“ ist sein absolutes Lieblingslied.

Achtung, Ohrwurm-Gefahr: Mittelalterrock à la Saltatio Mortis

Aber wie kam es überhaupt zu seiner grenzenlosen Begeisterung für Saltatio Mortis? „Mit vier Jahren war ich auf meinem ersten Mittelalterfest. Damals habe ich einen Bogen geschenkt bekommen, den ich immer noch besitze“, schwärmt Ilija. Bei besagtem Fest machte auch die Band „Furunkulus“ mächtig Eindruck auf ihn. Zwei Jahre später durfte er beim Festival „Feuertanz“ dabei sein und dieses Jahr beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Maxlrain. „Die Mittelalterfestivals machen einfach Spaß“, erklärt Ilija. Sein ganzer Stolz: ein Trinkhorn mit den Unterschriften aller Bandmitglieder von Saltatio Mortis.

Selbstverständlich laufen die Lieder von Saltatio Mortis bei Ilija zuhause rauf und runter. Ein Glück, dass auch seine Mama das Mittelalter ziemlich cool findet und bei Festivals mit dabei ist. Ilija fiebert schon seinem 16. Geburtstag entgegen: Dann darf er nämlich auch aufs „Rockharz Festival“, das logischerweise im Harz stattfindet.

Auf Konzerten kommt es immer mal wieder vor, dass Musiker im Eifer des Gefechts „den Bogen überspannen“ und die Saiten ihrer Instrumente repariert werden müssen. Zum Glück gibt es den ziemlich coolen Handwerksberuf des Bogenmachers. Weil unser Motto heute „Mittelalter“ ist und der Beruf richtig gut dazu passt, kommen hier ein paar harte Fakten zur Bogenmacher-Ausbildung:

Bogenmacher-Ausbildung: Nix für Grobmotoriker!

Klar, der Bogenmacher ist ein sehr seltener und abgefahrener Handwerksberuf, aber total vielseitig und für Mittelalter-Fans mit Fingerspitzengefühl genau das Richtige. Die Bogenmacher-Ausbildung dauert drei Jahre, in denen du eine Menge lernst: Biegen von Bogenstangen über offener Flamme, Hobeln, Feilen und Ausrichten des Bogens. Perfektionisten sind hier an der richtigen Adresse: Kostbare Werkstoffe wie Pferdehaar oder Schafleder erfordern handwerkliches Geschick und Genauigkeit beim Umgang damit. Keine Grobmotoriker erwünscht! 😉

Nur so entfalten Streichbögen von Violine, Viola, Cello und Kontrabass ihren typischen Klang und machen Fans wie Ilija auf Konzerten happy.

Bilder: Dirk Rudolpf, Erik Weiss und privat