Wir lieben Blogs über das Handwerk! Deswegen präsentieren wir Euch heute, nach den Gast-Bloggern Michael, Konditor aus Berlin, und Zimmerer „Nerdy Timber“ Paul, die zauberhafte Augenoptikermeisterin Eva Trummer. Jeder wünscht sich ein erfülltes Berufsleben – für die Macherin Eva ist dieser Traum mit ihrem eigenen Laden in Erlangen, der Optikmeisterei Realität geworden. Aber lest selbst:

Mein Name ist Eva und ich bin 25 Jahre alt. Seit 3 Jahren führe ich meinen Laden, die „Optikmeisterei“ in Erlangen.

Mein Weg ins Handwerk:

Für mich war es damals schnell klar, dass ich eine Ausbildung machen möchte! Nochmal die Schulbank zu drücken und alles nur theoretisch zu lernen, kam für mich nicht in Frage. Mein Wunsch war es, mit Menschen zu arbeiten und etwas Handfestes zu tun. Da ist eine Ausbildung in einem Handwerksberuf ideal. Für mich stand damals schon fest: um erfolgreich zu sein, muss man nicht unbedingt studiert haben.

Im Gegenteil, wenn ich damals studiert hätte, hätte ich mein Studium wahrscheinliche eher durchschnittlich abgeschlossen. Ich war damals in der Schule schon immer eine durchschnittliche Schülerin, weil mir der Bezug zum Praktischen in der Schule gefehlt hat. Im Handwerk hatte ich die Möglichkeit, mein volles Potenzial auszuschöpfen, um mit sehr guter Leistung abzuschließen.

Warum ich Augenoptikerin wurde

Ich hatte damals die Chance, ein Praktikum bei der Sparkasse, der Raiffeisenbank und bei einem kleinen Optikerbetrieb zu machen. Von der Arbeit beim Optiker war ich sofort begeistert. Hier kann ich meine Leidenschaft fürs Handwerkliche mit Mode verbinden und habe jeden Tag mit neuen, interessanten Menschen zu tun. Für mich also die perfekte Kombination.

Meine Lehre hat 3 Jahre gedauert, hier merkte ich schnell, dass der Beruf des Optikers genau das ist, was ich machen möchte. Somit war mein Entschluss gleich im Anschluss noch meinen Meister zu machen, schon innerhalb der Lehre gefasst. Die Meisterschule schloss ich 2012 als jungste Deutsche Augenoptikermeisterin ab.

In meiner Zeit als Jungmeister wuchs der Wunsch nach einem eigenen Laden, von Tag zu Tag. Ich wollte endlich auch mall die schwierigen Sachen machen dürfen! Am 13.12.2013 war es dann soweit, ich gründete meine eigene GmbH. Danach fogten einige Monate der Planung und Organisation, der Ladensuche und der Gespräche mit den Banken, bis ich im August 2014 meine Optikmeisterei eröffnen konnte.

Optikmeisterei: Kreativität und Geschmack trifft Handwerk

Hier habe ich jetzt jeden Tag die Möglichkeit, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Wir haben zum Beispiel im letzten Jahr eine eigene Kollektion auf den Markt gebracht. Das ist das schöne im Handwerk! Am Ende siehst du, was du Tolles geleistet hast!

Und die Optikmeisterei bietet inzwischen 5 Menschen eine sichere Existenz. Das wäre bei einem Bürojob niemals möglich gewesen. Viele Menschen sprechen heute von der Erfüllung und Sinnsuche im Job. Ich kann sagen, dass ich dies für mich mit meinem Handwerksbetrieb gefunden habe!