Maximilian ist 21 Jahre alt. Er war der erste Auszubildende im Betrieb seines Vaters Peter im mittelfränkischen Oberreichenbach. 2016 haben die beiden einen Coup gelandet: Maximilian wurde beim Bundesleistungswettbewerb bester Parkettleger-Geselle Deutschlands. Vor allem die Begeisterung für seinen Beruf hat ihn damals getragen. Das tut sie bis heute.

„Um ein Parkett zu verlegen, ist nicht nur handwerkliche Perfektion gefragt. Man muss auch künstlerisch begabt sein, ein Gespür für Formen und Farben haben“, beschreibt Maximilian, was seinen Beruf ausmacht. Außerdem ist Genauigkeit das A und O. Das hat er von seinem Vater Peter gelernt. Der hat ihn, als der Sohn noch klein war, immer mal wieder auf Baustellen mitgenommen. Deshalb war für Maximilian früh klar, dass er selbst einmal Parkettleger werden möchte.

Kreativität und Können

Vater Peter hat ihm alle fachlichen Kniffe gezeigt: Wie Räume vermessen werden und der Materialbedarf berechnet wird, wie der Untergrund zunächst geprüft und dann geglättet wird. Manchmal ist auch eine Unterbodenkonstruktion notwendig, ehe die zurecht gesägten Parkettteile nach einem geplanten Muster verlegt werden. Neben dem klassischen Stab- und Schiffsbodenparkett ist vor allem beim Mosaik- oder Intarsienparkett eine ordentliche Portion Kreativität und Können gefragt. Nach dem Verlegen werden die Holzteile geschliffen und mit Kunststoff, Ölen oder Wachs versiegelt. Auch Holzpflasterarbeiten im Innenwohn- und im Außenbereich gehören zum Berufsbild eines Parkettlegers. Ebenso wie das Verlegen von Teppichböden, Linoleum, Laminat oder Kork.

Bester Parkettleger im Leistungswettbewerb

Dass er diese Dinge alle ausgezeichnet kann, hat er beim Bundesleistungswettbewerb der Handwerksjugend eindrucksvoll bewiesen. Für den ersten Platz braucht es aber noch ein bisschen mehr: „Mein Vater hat mir beigebracht, dass ich immer mit meiner Arbeit zufrieden sein muss, wenn ich von der Baustelle komme“, sagt Maximilian. Dieses Credo hat der junge Parkettleger auch im Wettbewerb beherzigt. Ein bisschen Glück gehörte natürlich mit dazu. Das Muster, das Maximilian beim Wettbewerb legen musste, hatte er in seiner Gesellenzeit schon einmal verlegt. Außerdem ist er davon überzeugt, dass – wenn einem etwas gefällt und Spaß macht – man darin auch erfolgreich ist. „Nur dann hat man den richtigen Biss“, meint Maximilian. „Wenn ich mich bis jetzt für etwas nicht begeistern konnte, wurde es auch nichts.“

Leidenschaft für den Beruf

Vater Peter steht mindestens so leidenschaftlich zu seinem Beruf wie Maximilian. Er ist unheimlich stolz auf seinen Sohn und hat ihn unterstützt, wo es ging. Er hat ihn auf die Wettkämpfe begleitet, ihn beruhigt, wenn er aufgeregt war, und angespornt, wenn ihm die Motivation ausging. Kurz: Die beiden waren und sind ein Dream-Team. Nach seinem großen Erfolg hat Maximilian damit begonnen, seinen Meister zu machen.

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