5.880 km Roadtrip durch ganz Deutschland: Die Rekordpraktikanten sind fast am Ende Ihrer Tour angelangt und begeben sich so langsam Richtung Heimat zurück in den Norden. Doch vorher war Charly in München bei Posamenten Müller zu Besuch. Und dort durfte sie an der Ausstattung für ein ungarisches Schloss mitarbeiten – einfach märchenhaft!

Das Team von Posamenten Müller arbeitet gerade an einem historischen Fensterschmuckbehang für ein Schloss in Ungarn. Das Material und die Farben werden dabei genau vorher von Restauratoren und Kunsthistorikern festgelegt. Denn diese Quasten sollen originalgetreu sein. Die Schnüre dafür sind aus reiner Seide, damit ist die Farbechtheit garantiert. Charly von den Rekordpraktikanten darf gleich mitanpacken (Marvin war am Tag unseres Besuches leider krank!) und hat so den Beruf des Textilgestalters im Handwerk kennengelernt.

Rekordpraktikanten
Farbenpracht!
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Fäden, Garne und Schnüre, diese verarbeitet Posamenten Müller.

Posamenten herstellen erfordert viel Fingerfertigkeit

Umgeben ist Charly von tausenden Schnurrollen in den schönsten Farben, bunten Quasten, wunderschönem feinst gearbeitetem Modeschmuck, Knöpfen und Handtaschenanhängern. Die Posamenten, also textile Schmuckelemente für beispielsweise Vorhänge, Polstermöbel oder Lampenschirme, finden sich vor allem in Museen, aber auch in Schlössern wie Schönbrunn oder in Privathäusern. Daneben fertigt das Team des Betriebes, der schon eine mit über 100-jährige Tradition hat, auch kunstvolle Knöpfe für große Modehäuser oder für Trachten und Uniformen. Es stellt auch Modeschmuck her und fertigt für Juweliere kostbare Kordeln aus reiner Seide. Sogar die Staatskanzlei hat schon Manschettenknöpfe als offizielles Geschenk für ihre internationalen Gäste bei Müller besorgt.

Feinster Modeschmuck.
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Manschettenknöpfe weiß-blau.

Rekordpraktikanten: 44 Handwerksberufe kennenlernen

Wir haben Charly mal kurz von der Arbeit abgehalten und nachgefragt, wie der 5.800 km Roadtrip durch Deutschland war. Seit Anfang August sind die beiden „Nordlichter“ unterwegs durch ganz Deutschland mit seinen vielen Dialekten und unterschiedlichen Landschaften. „Ich fand die Leute im Norden und Süden ganz besonders herzlich“, sagt Charly. Gereist sind die beiden mit dem Auto und gewohnt haben sie meist mit AirBnB, in kleineren Hotels oder in Jugendherbergen. „Mir war wichtig, auch mal selbst was kochen zu können, um ein klein wenig Privatsphäre zu haben“, erzählt Charly, der der Roadtrip doch sichtlich in den Knochen steckt.

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Charly rät jedem, das Handwerk selbst auszuprobieren.
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Charly lernt des Beruf des Textilgestalters kennen.

Das Handwerk entdecken: Ab ins Praktikum

Vom Beruf des Textilgestalters im Handwerk ist sie sehr angetan und beeindruckt, mit wieviel Handarbeit Posamenten hergestellt werden. Charly ist auch überrascht, wo die handgefertigten Quasten überall eingesetzt werden, vom Schloss bis ins Museum – „man muss da mal drauf achten.“ Nach dem „Rekordpraktikum“ geht es kurz vor Weihnachten bald zurück nach Hause – nach Flensburg. „Ich habe sehr viel über Menschen gelernt und viel Handwerkliches gelernt“, so Charly. Ihr Tipp für Euch: „Jeder von euch kann ein Praktikum machen, auch in eurem Heimatort. Nutzt eure Kontakte zu verwandeten Handwerkern oder geht direkt bei den Betrieben bei euch in der Nähe vorbei und probiert es aus!“

Mehr von den Rekordpraktikanten findet ihr hier.