Die Snowboarder, BMX-Fahrer, Fußballer oder Skater unter euch haben vielleicht schon Bekanntschaft mit ihr gemacht: Gemeint ist die Orthese, ein sogenanntes medizinisches Hilfsmittel, das häufig nach Bänderrissen sowie Hand- und Sprunggelenksverletzungen zum Einsatz kommt. Orthesen stützen, stabilisieren oder entlasten die betroffene Stelle. Manche Sportler schwören auch darauf, sich präventiv eine Orthese anzulegen. Aber wisst ihr, was das Beste ist? Was hier so unsexy klingt, kann in Wirklichkeit richtig stylisch sein!

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Wir haben Michael Kloske, Orthopädiemeister beim Orthopädietechniker Streifeneder gefragt, was in Sachen Design so alles geht. Und fielen dabei fast aus dem Häuschen: Denn grundsätzlich kann man bei der Gestaltung einer Orthese seiner Fantasie ganz freien Lauf lassen. “Die Designvorlage wird einfach in die letzte Lage aus Kunstharz eingegossen”, erklärt der Orhopädietechniker.

Was kostet der ganze Spaß?

Wer jetzt glaubt, dass das Ganze unbezahlbar ist, der irrt gewaltig: So eine eigens kreierte Orthese kostet häufig gar keinen Aufpreis. “Wenn der Kunde mit einem Rezept von seiner Krankenkasse zu uns kommt, muss er – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – nichts zuzahlen.” Nur wenn ihr zum Beispiel eine Vorlage mit dem Airbrush-Verfahren erstellen lassen wollt, müsst ihr selbst ein bisschen Geld locker machen. Das schlägt mit rund 100 bis 200 Euro zusätzlich zu Buche.

Skelett oder Roboter?

Natürlich haben wir Michael Kloske auch nach den abgefahrensten Motiven befragt, die er und seine Leute jemals auf die Orthesen anbringen durften – und er hat uns nicht enttäuscht: Einmal hat sich ein Kunde eine 1:1-Nachbildung seines Skeletts auf seiner Orthese gewünscht, ein anderer hat sich eine Unterarmschiene so gestalten lassen, dass sie wie der Arm eines Roboters aussah. Echt schräg, finden wir.

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Noch schräger wäre es jetzt nur, wenn ihr euch absichtlich die Piste hinunterkullern lasst, um auch so ein stylisches Ding zu tragen. Bitte, bitte, tut das nicht! Aber um aus einer unglücklichen Situation das Beste zu machen – dafür sind die Dinger echt der Hammer!