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Brunnenbauer Robert Steek: Ran an die großen Bohrer

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Auf Ölplattformen im tosenden Ozean stehen, während die Brecher pazifischer Wellen sich an den rostigen Stahlträgern nach oben schrauben. So war es in der Doku, die der angehende Brunnenbauer Robert Steek im Fernsehen gesehen hat. „Das will ich auch“, dachte er sich. Doch Ölplattformen gibt es leider nicht so häufig in Bayern.

So bewarb er sich bei der Ochs Baugesellschaft in Nürnberg und bekam eine Stelle als Brunnenbauer. Im 360-Grad zeigt er euch seinen Arbeitsalltag. Abenteuerlust? Vorhanden! Köpfchen für Mathe? Vorhanden! Lust an der Technik? Vorhanden! … Und ein kleiner Geologe schlummert auch noch in Robert. Beim Bohren fördert er meistens nicht etwa schwarzes Erdöl, sondern klares Wasser. Na gut, auch mal braunes Wasser. Beispielsweise an der Nürnberger Färberstraße, wo der Brunnen, der den Bunker der Frankenmetropole versorgt, mit einer gigantischen Bürste gereinigt wurde. Wie bei einer Flasche. Aber das ist ja auch nicht Bohren. Daher er Kran auch nicht so gewaltig, wie Robert es gerne hat. 15 bis 20 Meter hoch sind die großen Bohranlagen. Er kann sie nutzen, warten, reparieren, programmieren. Wo er nach Wasser bohren soll, sagen ihm die Geologen: „Es gibt zwar Menschen, die auf Wünschelruten schwören, aber wir verlassen uns dann doch auf die Wissenschaftler bevor wir anrücken“, versichert er. Die Brunnen aber plant er selbst. Am meisten mag er die Abwechslung in seinem Beruf. „Wir sind eigentlich immer auf Montage“, beschreibt er seinen Arbeitsalltag. Zwei Intervalle gibt es: „Vier Tage Arbeit. Drei Tage frei.“ Oder „Zwei Wochen Arbeit. Eine Woche frei.“ Das muss man schon mögen. Übernachtet wird in Hotels oder Pensionen. Robert liebt es, herumzukommen und was zu sehen, und seine Freundin stört es nicht.

Brunnenbauer: Einblicke in seinen Arbeitsalltag

Und weil er seinen Beruf so liebt, hat er auch zugestimmt, einen Tag lang Einblicke in seinen Alltag zu gewähren. Mit der Hilfe von Kameramann Andre Albrecht entstand so ein Film, in dem der Zuschauer mittendrin ist, statt nur dabei. Denn den Dreh übernahm vor allem Robert. Mit der 360-Grad-Kamera. So kann man nicht nur sehen, was Robert so macht, sondern auch, was Robert so sieht. „Das ist eine tolle Technik“, schwärmt Andre. Auch, wenn es für ihn vor allem eines bedeutet: Rennen, damit er nirgends im Bild zu sehen ist. Für Robert aber ist es cool. Er kann sich dank Helmkamera auf das konzentrieren, was er eh am Liebsten macht: auf seine Arbeit.

Text: Handwerkskammer Mittelfranken

 


Birgit Kirstein | 22. Dezember 2017


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