Nichts geht heute mehr ohne Strom. Vom einfachen Lichtschalter bis hin zur komplexen Produktionsstraße – einfach alles ist angewiesen auf Elektrizität. Deswegen ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass es sieben verschiedene Elektro-Berufe gibt. Trotzdem krass, oder?

Bevor wir beginnen: Der Elektriker heißt heute Elektroniker/-in. Weil nichts mehr so einfach funktioniert wie zu den Zeiten, als die erste Glühbirne erfunden wurde. Einfach ein paar Drähte zusammenschwurbeln und das war‘s gibt es nicht mehr. Stattdessen – Achtung – gibt es das: Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker/-in Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, Elektroniker/-in Fachrichtung für Maschinen- und Antriebstechnik, Elektroniker/-in Fachrichtung Automatisierungstechnik, Informationselektroniker/-in Schwerpunkt Bürosystemtechnik, Systemelektroniker/-in – wow, bei der Aufzählung geht einem glatt die Puste aus!

Elektroniker ist auch was für Mädchen

Die Basis all dieser Berufe ist es zu wissen, wie man Strom zum Fließen bringt. Deshalb ist es nicht ganz dumm, wenn einem Mathe, Physik und Informatik liegen. Hier dürfen sich auch die Mädchen angesprochen fühlen. Viele Frauen, die heute als Elektronikerinnen arbeiten, haben erst einmal nicht an diese Berufsrichtung gedacht. Im Praktikum haben sie dann gemerkt, wie spannend die Arbeit ist. Je nach Vorliebe steht nämlich eine sehr breite Palette von verschiedenen Ausbildungen zur Verfügung.

Rund um Energie, Gebäude, IT und Systemtechnik

Findest du zum Beispiel Smart Homes, Energiemanagement und erneuerbare Energien gut, bist du richtig in der Energie- und Gebäudetechnik. Dann richtest du für deine Kunden die Energieverteilung ein und kümmerst dich um Beleuchtungssysteme und Blitzschutzanlagen. Wer eine intelligente Gebäudesteuerung per App und Monitor haben möchte, ist bei dir genau richtig.

Du hast alle deine Familienmitglieder computertechnisch perfekt vernetzt? Dein Vater kommt zu dir, wenn die neue Telefonanlage in Betrieb genommen werden soll oder das WLAN spinnt? Dann werde doch Informations- und Telekommunikationstechniker. Oder du gehst in den Bereich Geräte- und Systemtechnik. Dort kannst du deine Vorliebe für die neueste Medientechnik perfekt ausleben. Du bist quasi der Multimedia-Entertainer und kümmerst dich in Tagungsräumen, Hörsälen, Schulen oder auch bei Privatleuten um die optimale Verbindung von Bild und Sound.

Unentbehrlich für Industrie und Büroalltag

Das Herumbasteln an elektrischen Antrieben ist das Höchste für die Maschinen- und Antriebstechniker. Sie fasziniert, wie Maschinen und Geräte zusammengebaut sind und wie sie funktionieren. Auch die E-Autos sind genau ihr Ding. Die Automatisierungstechniker wiederum sorgen dafür, dass Transportbänder und Anlagen immer laufen. Sie planen, installieren und programmieren automatische Produktionssysteme und sind in der Industrie unentbehrlich.

Auch der Büroalltag sollte ohne Unterbrechung funktionieren. Darum kümmert sich der/die Bürosystemtechniker/-in. Er/sie vernetzt IT-Systeme, analysiert, plant und installiert Hard- und Softwaresysteme. Dazu kommt die Wartung von Kopier- und Faxgeräten. Die Vordenker unter den Elektronikern sind die Systemelektroniker. Sie entwickeln und programmieren zum Beispiel Fertigungsanlagen und überwachen deren Sicherheit. Deshalb müssen sie sich mit Hydraulik, Elektronik und Mechanik auskennen.

Was für eine Auswahl! Welcher Beruf zu dir passt, sagt dir der Berufe-Checker.