Agnes Ellert hat schon dem einen oder anderen berühmten Schauspieler „das Näschen gepudert“. Mit populären Namen möchte sie sich trotzdem nicht brüsten. Heute erzählt sie uns, warum sie ihren Beruf mit niemandem tauschen will und wer lieber die Finger von der Maskenbildner-Ausbildung lassen sollte…

Maskenbildner – kein Beruf für…

…Kulturbanausen: Wer mit Literatur, Theater und Kunst wenig anfangen kann, lässt aus ihrer Sicht lieber die Finger von dem Beruf. Ein gewisses Grundverständnis und Interesse für „die schönen Dinge des Lebens“ findet sie wichtig, um die Figuren mit dem nötigen Herzblut zu gestalten. Und dreimal dürft ihr raten, was für die Maskenbildner-Ausbildung ebenfalls eine tragende Rolle spielt! Ganz genau, handwerkliches Geschick!

…unsensible Trampel: Aber auch ohne persönliches Einfühlungsvermögen geht in der Maskenbildner-Ausbildung und im Berufsleben nichts: Jeder Schauspieler will schließlich bestmöglich in Szene gesetzt und mit Samthandschuhen angefasst werden – eh klar, oder? Wer vor seinem inneren Auge Robert Pattinson die Haare aus dem Gesicht kämmt oder Emma Watson die Lippen anmalt, darf aber bitte wieder in der Realität abgeholt werden. Agnes Ellert weiß: „Wir sind nicht Hollywood, oder was man sich darunter vorstellt.“

…Couch-Potatoes: Alle Globetrotter unter euch aufgepasst – als Maskenbildner kommt ihr ganz schön rum: „Man sieht durch die teils exotischen Drehorte Plätze, an die man sonst nie kommen würde und hat die Chance, Kulturen und Länder ganz tief zu empfinden.“ Eines ihrer Lieblingsprojekte war – ungeachtet des Drehorts – der Kinofilm „Hanni & Nanni“: „Das Zusammenspiel zwischen Kostüm und Maske war sehr stimmig und das Team war ein Traum“, schwärmt unsere Expertin.

…scheue Rehe: „Ein großes Potenzial an Selbstbewusstsein ist total wichtig“, sagt Agnes Ellert. In ihrem Beruf müssen mitunter lange Durstrecken ohne Aufträge überwunden werden. Aufgrund dessen ist es essenziell, sich gut verkaufen zu können, wenn es um ein Projekt geht – und Niederlagen gut wegestecken zu können, wenn es mal nicht mit einem Auftrag klappt. In der Regel arbeiten Maskenbildner nämlich frei, es sei denn, sie sind zum Beispiel an einem Theater angestellt.

…lahme Enten: Demzufolge empfiehlt Agnes Ellert, sich so richtig in die Arbeit reinzufuchsen, um gut vorbereitet zu sein und langfristig als Maskenbildner erfolgreich zu sein. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass Maskenbilder viel Leidenschaft fürs Handwerk brauchen, um sich auf die Dauer gerne damit zu befassen. Nur dann kommt der vielbesungene „Flow“ auf, der uns in dem, was wir jeden Tag tun, wirklich gut werden lässt. Wofür Agnes Ellert aber ihre Hand ins Feuer legt: „Maskenbildner ist ein Beruf, in dem du Tag für Tag dazulernst und der viel Freude bereitet.“

Du bist kulturinteressiert, taktvoll, reiselustig, selbstbewusst und aktiv? Dann finde heraus, wo in deiner Nähe du eine Maskenbildner-Ausbildung absolvieren kannst.