Oh nein! Schon wieder ein Fleck! Sarah Reim, Azubi in der Handwerkskammer, hat mal wieder einen: ein frischer Erdbeerfleck! Aber wie geht der jetzt wieder raus? Aus ihrer weißen Bluse, die sie heute ins Büro angezogen hat? Kennt ihr das auch? Ob auf einer hellen Jeans, dem neu gekauften Trenchcoat oder sogar auf dem Lieblingspulli. Flecken immer und überall. Auf der Suche nach der Lösung für ihr Fleckenproblem stieß Sarah auf den Beruf des Textilreinigers und der ist, wie sie herausfand, ganz schön abwechslungsreich.

Sarah, wie ist das mit dem Schmutz?

Die Härtefälle sind für mich: mit dem Lippenstift an den Ärmel gekommen, Fettspritzer vom Kochen abbekommen, am Fußballplatz mit der Hose gebremst, sich mit dem Kugelschreiber im Büro angemalt, Blutflecken, weil man sich in den Finger geschnitten hat, Make-Up an die Klamotten gewischt, weiße Deoflecken oder Wachsflecken.

Da kommt es auf die korrekte Reinigung an. Was hast du dazu herausgefunden?

Für die Reinigung solcher Flecken gibt es im Internet Tipps ohne Ende. Zum Beispiel ein Waschkraftverstärker gegen nervige Deoflecken, Parfum gegen Kugelschreiberflecken oder Löschpapier gegen Wachs. Blutflecken beispielsweise müssen angeblich vor der Wäsche gut eingeweicht werden, starke Flecken am besten sogar über Nacht in eine Lauge mit Voll- oder Buntwaschmittel. Ob das wirklich alles hilft, keine Ahnung.

Ist es nicht besser, dies von einem Textilreiniger lösen zu lassen?

Klar, die Jeans und T-Shirt kann man selber waschen, aber gerade wenn du mal ein besonders schönes Stück, wie zum Beispiel einen lässigen Trenchcoat für den Frühling hast, dann solltest du damit zur Reinigung gehen. Dann kann garantiert nichts schief gehen und du kannst dein Lieblingsstück noch lange lange tragen. Textilreiniger kümmern sich auch um die Reinigung von Berufs- und Arbeitsschutzkleidung, Gardinen, Teppichen, Leder, Polstermöbeln oder Hotel- und Gaststättenwäsche. Ohne Textilreiniger könnten euch im Urlaubsflieger die Flugbegleiter nicht in sauberen Uniformen begrüßen und es gäbe auch keine sauberen Bezüge für die Flugzeugsitze.

Was gehört noch zu den Aufgaben eines Textilreinigers?

Neben der Behandlung, Pflege und Veredlung von Textilien und Bekleidung, ist ein weiterer wichtiger Aspekt, auf die verschiedenen chemischen Reinigungsmittel zu achten und somit die  Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Die wichtigsten Arbeiten sind Programmabläufe zu überwachen, den Arbeitsablauf im Betrieb zu planen und die Arbeitsergebnisse zu dokumentieren. Und ganz wichtig, die Beratung von Kunden.

Neugierig gemacht? Dann informiert euch hier zum Beruf.

Fotos: Fabian Stürtz, Deutscher Textilreinigungsverband e. V.