Wenn Marvin mit seinem Longboard durch die Gegend flitzt, folgt ihm jeder mit seinem Blick – vom Kleinkind bis zur Oma. Für uns Grund genug, den gelernten Schreiner im exklusiven Macher-Interview zu seinem ungewöhnlichen fahrbaren Untersatz und der Schreiner-Ausbildung zu befragen.

Macher gesucht: Hallo Marvin! Sag mal, wie häufig kommt es vor, dass ein eher ungewöhnlicher Gegenstand aus Holz beauftragt wird, wie zum Beispiel ein Longboard oder Skateboard?

Marvin: Ehrlich gesagt eher selten…aber was nicht ist, kann ja noch werden. 😉

Macher gesucht: Okay…und welches Holz eignet sich besonders gut für die Fertigung von Skateboards oder Longboards?

Marvin: Ich persönlich habe mich für Eschenholz entschieden. Das ist ziemlich flexibel und bruchfest! Die handelsüblichen Longboards sind allerdings auch mit Ahorn gefertigt.

Der Star im Frühjahr und Sommer 2015: Longboards! In der Schreiner-Ausbildung lernst du, wie du die flotten Teile selbst fertigen kannst.

Der Star im Frühjahr und Sommer 2015: Longboards! In der Schreiner-Ausbildung lernst du, wie du die flotten Teile selbst fertigen kannst.

longboard

Andrea vom Macher-Team und unser Longboard-Schreiner Marvin freuen sich über das Macher-XTREME-Longboard.

Macher gesucht: Alles klar! Und was muss man beim Longboardfahren beachten?

Marvin: Richtig wichtig: Vorausschauendes Fahren und zu jeder Zeit bremsbereit sein.

Macher gesucht: Wie viel kostet ein Longboard aus Holz? Und wie lange arbeitest du an so einem Longboard?

Marvin: Bei durchschnittlichen Longboards liegen wir zwischen 200 bis 400 Euro. Bei meinem liegt der Preis bei 1400 Euro, da es ja auch größer und länger ist…und ich gute drei Tage daran arbeite.

Macher gesucht: Wow! Und wie bist du zu deinem Beruf gekommen?

Marvin: Meine Eltern haben ein altes Haus renoviert. Da habe ich gemerkt, dass mir das Arbeiten mit Holz sehr imponiert. In den Ferien bin ich einfach zu einem Schreiner in die Schnupperlehre gegangen und habe wenig später angefangen, dort zu arbeiten.

Macher gesucht: Sehr cool! Wie läuft denn die Schreiner-Ausbildung genau ab?

Marvin: Das erste Lehrjahr ist das sogenannte BGJ, das Berufsgrundschuljahr, das zweite und dritte Jahr findet im Betrieb statt – mit Blockunterricht in der Berufsschule. Am Ende der Lehre steht die Gesellenprüfung. Der praktische Teil ist daran besonders spannend: Du entwirfst, planst und fertigst selbst ein Möbelstück.

Macher gesucht: Was uns auch noch brennend interessiert: Wie sind die Zukunftsperspektiven in deinem Beruf?

Marvin: Durch die Vielseitigkeit des Schreinerberufs stehen dir viele Türen offen. Das Handwerk wird nach wie vor dringend gebraucht…und wer ein individuelles Möbelstück gefertigt haben will, kommt am Schreiner fast nicht vorbei. Manche arbeiten in einem der vielen Schreinerbetriebe weiter, andere gehen anschließend studieren.

longboard02

Aller guten Dinge sind drei! Auf dem Longboard haben sogar drei Fahrer Platz. Bei waghalsigen Manövern: Helm bitte nicht vergessen!

Macher gesucht: Was uns natürlich sehr interessiert: Schwebt Dir im Moment noch eine abgefahrene Idee vor, die du aus Holz schreinern willst?

Marvin: Ja, aber die verrate ich noch nicht! 😉

Was wir aber sehr wohl verraten ist, wo du in deiner Nähe die Schreiner-Ausbildung absolvieren kannst.