Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik: Einfach mal ausprobieren!
„Ich habe mich schon immer für Technik interessiert. Ich wollte diesen Beruf unbedingt ausprobieren“, sagt Doro. Sie ist im September ins zweite Lehrjahr gekommen. Wie Cengiz und Maxi absolviert sie eine Ausbildung zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik. Sehr gut gefällt ihr, dass sie mit vielen Leuten Kontakt hat und in einem netten Team arbeitet. Sie findet den Beruf sehr abwechslungsreich.
Der 18-jährige Maxi fand durch seinen Vater zum Beruf. Der hatte nämlich etwas Ähnliches gelernt. Cengiz‘ Papa arbeitet sogar im gleichen Betrieb. Cengiz hat schon vor der Ausbildung in den Ferien bei Kuhn Elektro Technik gearbeitet. Er rät jedem, unbedingt ein Praktikum vor der Ausbildung zu machen. Damit kann man schon einmal testen, ob der Beruf auch wirklich zu einem passt.
Energie- und Gebäudetechnik: Enorm vielseitig
Die Aufgaben des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik sind enorm vielseitig. Doro, Cengiz und Maxi sind mit den Teams unterwegs. Sie unterstützen auf den Baustellen. Das sind meist Gebäudekomplexe wie zum Beispiel Hotelanlagen, wo unter anderem programmierbare Steuerungen einzurichten sind. Damit kann man die Gebäude auch via App managen. Kürzlich konnten Cengiz und Maxi auf der Baustelle der Münchner Augustiner Brauerei mithelfen und Leitungen neu installieren. „Da gibt es noch alte Verdrahtungen und Verlegearten“, sagt Cengiz. „Denn das Gebäude ist sehr alt. Wir mussten auch Steckdosen einrichten und Anschlüsse für Lampen verlegen.“
Sicherheit geht vor: Anfang in der Lehrwerkstatt
Bei Kuhn Elektro Technik wird die Ausbildung sehr ernst genommen. Es gibt sogar einen eigenen Meister als Azubi-Beauftragten. Der hilft bei fachlichen Fragen oder unterstützt auch mal im Alltag. Am Anfang der Ausbildung bekommen die Azubis die Basics vermittelt. „Also Kabel isolieren, Steckdosen anschließen und uns wurden die wichtigsten Sicherheitsregeln erklärt“, sagt Cengiz. Ab dann lernen die Azubis die verschiedenen Bereiche des Betriebs kennen. Im Service beispielsweise, da geht es dann raus zu den Kunden und auf die Baustellen. Die Azubis schätzen die vielseitigen Aufgaben, die dort auf sie warten. Feines Arbeiten, wenn Drähte nach Plan verdrahtet werden, ist auch wichtig. Maxi und Cengiz sind manchmal auch gemeinsam unterwegs: Für eine Hotelanlage richten sie für die Gästezimmer die Verteiler- und Sicherungskästen ein. „Da hat jedes Zimmer einen Kasten. Denn wenn da mal die Sicherung rausfällt, ist nicht das gesamte Stockwerk dunkel, sondern eben nur ein Zimmer“, sagt Cengiz.
Richtig fit: Körperliches Arbeiten gehört dazu.
„Neben Fingerspitzengefühl bei Verdrahtungen ist auch körperliche Fitness im Beruf gefragt. „Also wenn wir Lieferungen bekommen wie Kabeltrommeln, müssen wir schon Kraft einsetzen“, sagt Maxi. Er fand dies am Anfang gewöhnungsbedürftig, geht aber inzwischen zusätzlich noch ins Fitness-Studio. Cengiz spielt außerdem Fußball in seiner Freizeit. „Es gibt Tage, da ist man schon müde am Abend, aber das kommt nicht oft vor“, weiß Doro.