Wenn es um Kuchen und Torten geht, ist Konditorin Steffi in ihrem Element. Sie kreiert für jeden Anlass die wunderbarsten Leckereien. Auf Instagram kannst du dir viele von ihnen ansehen. Das macht Appetit, auf Süßes und den Beruf.

Dort ein gittergedeckter Apfelkuchen, da ein Erdbeerklassiker, zwei Bilder weiter eine märchenhafte Muttertagstorte aus Himbeerfrischkäsecreme und dunkler Schokolade. Seit 2017 postet sie ihre Kreationen auf Instagram. Steffis_kuchenparadies heißt ihre Seite. Warum? Weil sie begeistert davon ist, Konditorin zu sein. „Ich möchte möglichst vielen Leuten zeigen, wie kreativ und abwechslungsreich meine Arbeit ist“, betont sie. Dazu gehören nicht nur Torten und Kuchen, sondern auch Pralinen und kleine Skulpturen.

Putzige Figuren

Bei den Pralinen probiert Steffi gerne aus. Reicht die Zeit im Betrieb, der Bäckerei Konditorei Drexler in Jesenwang nicht aus, tut sie das auch zuhause. So kam sie auf die Idee, für die Füllung Fruchtmus mit Essig oder Bier zu kombinieren. „Eine ziemlich raffinierte Mischung“, schmunzelt sie.

Steffis Favorit unter den Zutaten für ihre Kuchen und Torten ist die dunkle Kuvertüre. „Damit lässt sich unheimlich viel machen“, schwärmt sie. „Man kann sie in die Teigmasse untermischen, geschmolzen, gerieben oder in groben Stücken. Man kann sie als Guss verwenden, Früchte hineintauchen oder Figuren daraus herstellen.“ Letztere haben es ihr besonders angetan. Auf Instagram finden sich ein super putziger Maulwurf und Stitch aus der Disney-Serie „Lilo & Stitch“. Das Modellieren hat Steffi in einem speziellen Kurs gelernt.

Sommer-Tipp von der Konditorin: Obst

Auch bei Kuchen und Torten kann Steffi das Experimentieren nicht lassen. Die Anregungen fallen ihr gleichsam zu. „Manchmal lese ich ein Buch und plötzlich ist da eine Idee“, erzählt sie. Oder sie stößt beim Einkaufen auf eine exotische Frucht, die unbedingt verwendet werden will. Das passt im Moment natürlich perfekt. Ihr Tipp für den Sommer: Obsttorten und Kuchen jeglicher Art. „Man kann zum Beispiel ganz klassisch einen Tortenboden in mehrere Schichten schneiden, füllen und Früchte oben drauf packen. Oder man macht einen Schmandkuchen mit Mürbteig und Obst, oder etwas mit Frischkäse“, schlägt Steffi vor.

Torten-Challenge

Der Unterschied zwischen Kuchen und Torte ist übrigens simpel. Bei Kuchen werden die Zutaten gebacken, fertig. Bei Torten werden die gebackenen Teile weiter verarbeitet. Sie werden gefüllt, mit Marzipan umhüllt, mit flüssiger Schokolade begossen, mit Sahne verziert. Es gibt zig Möglichkeiten. Steffi erinnert sich an ein besonderes Exemplar: eine Baumrindentorte für eine Hochzeit. „Drei Stockwerke hoch. Außen sollte sie wie eine Birkenrinde aussehen.“ Eine Challenge. Aber machbar. „Mit jeder Menge weißem Rollfondant und schwarzer Lebensmittelfarbe. Damit haben wir die Maserung gepinselt“, grinst Steffi.

In ihrem Betrieb sind sie zu fünft für die Torten und Kuchen zuständig. „Das ist super, denn dadurch können wir uns gegenseitig unterstützen“, sagt Steffi. Gerade backt sie vor allem Kuchen. Hat sie zwischendurch Zeit, rührt sie aber auch eine Tortenfüllung an oder hilft beim Dekorieren. Pro Tag entstehen in der Regel 20 Kuchen, jeweils zehn pro Sorte. „Bei den aufwändigeren Torten sind es ein bisschen weniger“, erläutert Steffi. „Dafür ist immer alles frisch“, betont sie.

Mehr zu diesem tollen Beruf findest du in der Berufe-Wiki.