Goran hat sie alle schon vor der Linse gehabt: Politiker, Promis, Models, aber auch ganz normale Menschen wie du und ich. Seine Spezialität sind natürliche, kraftvolle Bilder, die berühren und uns für einen Moment innehalten lassen.

Bilder über Bilder – das kennt Ihr ja. Wer postet nicht täglich Aufnahmen auf Instagram, Snapchat, Facebook & co.? Trotzdem gibt es immer wieder Fotos, die aus der Masse herausstechen und uns gefangen nehmen. Dafür muss man ein guter Fotograf sein, so wie Goran. Viele prominente Menschen haben sich schon von ihm portraitieren lassen. Welche, das könnt Ihr auf seiner Website sehen. Auch für die Handwerkskammer für München und Oberbayern haben der Fotograf und seine Kollegen von „Das Kraftbild“ schon einige Kampagnen illustriert.

Hi Goran. Wie bist du als Fotograf so erfolgreich geworden?

Die Basis ist immer eine gute, handwerkliche Ausbildung. Sie dauert in der Regel drei Jahre. Hier lernst du mit der Technik umzugehen und sie richtig einzusetzen. Ich habe meinen Beruf in einem Industrie- und Werbestudio gelernt. Danach habe ich vier Jahre lang verschiedenen Modefotografen assistiert, bevor ich wieder selbst als Fotograf im Einsatz war. Später war ich als Fotojournalist unterwegs. Ich wollte verschiedene Genres kennenlernen, wissen, wie man dort arbeitet. Außerdem wollte ich herausfinden, welche Richtung für mich am besten passt.

Und bist vor allem bei Portraits von Menschen hängengeblieben. Was machst du, damit sie locker und natürlich rüberkommen? Nicht jeder lässt sich ja gerne ablichten …

Ihnen Sicherheit geben. Einen Arbeiter an der Werkbank frage ich zum Beispiel, was er überhaupt macht. Beim Erklären befindet er sich in einem Bereich, in dem er der Experte ist, wo er zuhause ist. Das gilt auch für Promis: Mit einem Sänger kann man über seine Tournee sprechen, mit einem Schauspieler über ein anstehendes Filmprojekt. Wenn ich offen auf den Menschen zugehe oder ihn irgendwie überrasche, ist das Eis ganz schnell gebrochen. Mein Tipp: Sich vorher ein bisschen informieren.

Bist du nie nervös?

Ich bereite mich auf jeden Auftrag akribisch vor: Sämtliches Equipment wird drei Mal gecheckt. Das gibt mir Sicherheit. Alle Objektive, Filter, Kameras, Lampen müssen griffbereit sein und funktionieren. Das ist extrem wichtig, damit ich mich später ganz auf meinen Auftrag konzentrieren kann.

Mit welchen Posen lassen sich kleine körperliche Unzulänglichkeiten kaschieren?

Ein Fotograf zeichnet mit Licht. Was auf dem Bild später vielleicht unvorteilhaft erscheinen würde, lasse ich im Schatten verschwinden. Schöne Proportionen dagegen hebe ich ins Licht. Hat jemand einen leichten Bauchansatz, wäre ein Foto im Sitzen gut, bei dem er sich leicht nach vorne lehnt. Oder ich lasse ihn im Stehen einen Arm auf ein Stativ legen. Das streckt. Man muss einfach verschiedene Perspektiven ausprobieren. Das gilt übrigens für jedes Foto, egal ob Mensch oder Still life.

Wer eignet sich zum Fotografen?

Im Grund jeder, bei dem Bilder etwas auslösen oder der mit einem Bild etwas auslösen will. Fotografie ist wie eine eigene Sprache, eine eigene Ausdrucksform. Man gestaltet mit Licht, Farben und Formen und transportiert damit eine Aussage. Außerdem darf man keine Scheu vor Menschen haben. Vielmehr sollte man neugierig sein auf die Person und die Situation. Und mutig den Blickwinkel wechseln. Dann sieht man plötzlich das Besondere im Alltäglichen. Darauf kommt es an. Das gilt übrigens auch fürs Filmen. Immer öfter drehen wir für unsere Kunden Videoclips. Diese werden dann auf Instagram, Youtube und facebook gepostet und unterstützen die Fotostrecken.

Viele Infos zu diesem tollen Beruf findest Du in der Berufe-Wiki.

 

Fotograf
Goran in Action: Einfach mal den Blickwinkel ändern. Foto: © Goran Gajanin/Das Kraftbild
Fotograf
Was für ein Foto! Goran findet das Besondere im Alltäglichen. Foto: © Goran Gajanin / Das Kraftbild
Fotograf
Auch den ehemaligen US-Präsidenten Barrack Obama hat Goran schon fotografiert. Foto: © Goran Gajanin / Das Kraftbild