Kommt der Sommer noch mal zurück? Keine Ahnung, aber Leonhard und ein paar andere Jugendliche haben in der Ferienwerkstatt alles gegeben und ihre eigenen Schmuckstücke hergestellt. Und beim Glühen des Tombaks, einer Messingsorte, wurde es richtig warm. Vorher mussten sie ihr eigenes Schmuckstück zuschneiden: „Achtung Jungs, jetzt volle Konzentration!“ Ferienwerkstatt-Kursleiter Christian Schreiber zeigte den Jugendlichen, wie sie die Hebelblechschere bedienen müssen. Dabei ist Vorsicht und Umsicht geboten. An dieser überdimensionalen Schere schnitt auch Leonhard Falterer sein Stück Tombak zu.

Der eigene Entwurf: Kreativität ist gefragt

Der 15-jährige Leonhard hatte von der Ferienwerkstatt und der Goldschmied Ausbildung über seine Mutter erfahren und gleich noch einen Freund mitgenommen. So probierten beide an fünf Tagen fünf Berufe aus. Und was macht in der Goldschmied Ausbildung Spaß? „Ich habe schon immer Schmuck gerne gemocht und hier kann ich selbst ein Schmuckstück entwerfen“, sagt Leonhard.

Ein Surfbrett-Anhänger oder ein Anstecker?

Leonhard hat schon am Morgen mehrere Entwürfe aufgezeichnet, entweder es wird ein Anhänger mit dem Emblem einer bekannten Skaterfirma oder ein markantes Muster in Surfbrettform. Die Teilnehmer der Ferienwerkstatt zeichneten zuerst ihren Entwurf. Bis der Schmuck fertig war, wurde das Tombakstück ausgeschnitten, gewalzt, geglüht und gebeizt. Eine schöne Arbeit!

Erst die Goldschmied Ausbildung, dann selbständig machen?

Bis Leonhards Kupferstück fertig gebeizt ist, kamen Goldschmiedemeister Christian Schreiber und die Jungen ins Gespräch, denn wenn der Goldschmied aus seinem Berufsleben und der Goldschmied Ausbildung erzählte oder wenn er die Arbeitsschritte und Sicherheitsvorkehrungen an der Propangasflamme erklärte, waren alle voll dabei und sehr aufmerksam. Schreiber erzählte, dass es in diesem Beruf relativ einfach ist, sich selbstständig zu machen: Schließlich passen die gefertigten Stücke eines Goldschmiedes locker in eine kleine Tasche und können überall mit hingenommen werden.

Freude am Beruf

Das Tolle am Beruf sei auch, dass man am Anfang noch nicht so viele Werkzeuge brauche und dass man sich auch mit anderen Goldschmieden zusammentun kann, um gemeinsam Werkstatt und Laden zu nutzen. Goldschmied Ausbildung und dann? Ein kreativer Beruf mit vielen Möglichkeiten, der einen auf jeden Fall erfüllt. Wenn du dich für den Beruf interessierst, schaue im Berufe-Wiki nach, was Goldschmiede alles machen und am besten probierst du während eines Praktikums aus, ob dir der Beruf liegt, so wie es Leonhard macht. Der macht auf jeden Fall erst Mal weiter mit der Schule und Praktika: Als Nächstes will er den Schreinern über die Schulter schauen.