Konditor, Bäcker und Pâtissier Andreas zaubert Glückseligkeit. Seine Törtchen, Pralinés, Macarons und Bonbons chocolats sind Genuss pur. Sie lassen die Seele jubeln.

Der Biss in ein Macaron ist wie eine Offenbarung. Schon wenn ihr in die zarten Gebilde beißt, wisst ihr, ob sie handgemacht sind oder aus der Maschine kommen. Denn die Konsistenz ist einmalig: außen ganz leicht kross, innen weich. Dann sollte die Geschmacksexplosion folgen, die einem unweigerlich ein verzücktes Grinsen ins Gesicht treibt.

Faszinierende Einblicke

Andreas ist ein wahrer Meister der Macarons. In seiner Chocolaterie & Pâtisserie in Freising gibt es die kleinen Verführungen in den verschiedensten Varianten: von Zitrone über Blaubeere, Maracuja, Erdnuss-Salz-Karamell bis hin zu Rose und Pfirsich-Aprikose-Safran. Alle Macarons stellen er und sein Team selbst her. Wer Glück hat, kann dabei sogar zuschauen. In der Schaubackstube seines Cafés in Freising können Besucher verfolgen, wie er die zähe Eischneemasse mit dem Spritzbeutel Punkt für Punkt gekonnt gleichmäßig aufs Blech setzt. Daraus werden beim Backen Unterseite und Deckel der Macarons. Andreas verwendet reines Mandelmehl. Die süßen Herrlichkeiten sind also auch noch glutenfrei. Auf Instagram findet ihr die Kunstwerke übrigens auch.

Ein Konditor in Wien, Paris und im Elsass

Die Kunst des Macaronbackens hat sich Andreas in einer Pralinen- und Macaronsmanufaktur im französischen Elsass angeeignet. Das war aber nur eine von vielen Stationen, wo er sein Können perfektioniert hat. So verschlug es ihn nach seinen Ausbildungen zum Bankkaufmann, Konditor und Bäcker in die berühmte k. u. k. Hofzuckerbäckerei Gerstner und Demel in Wien. In Paris erlernte er beim weltbekannten Pâtissier Pierre Hermé die französische Törtchenkunst. In der Chocolaterie von Jean-Charles Rochoux schnupperte er in die hohe Kunst der Schokoladenverarbeitung hinein. Die Leidenschaft für sein Handwerk brachte ihm auch den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ein.

Erlesene und nachhaltige Zutaten

Andreas möchte seinen Gästen perfekte Genussmomente bereiten. Sie sollen die Augen schließen und sich darauf freuen können, etwas absolut Einzigartiges zu schmecken. „Es kommt nicht darauf an, viel Verschiedenes zu bieten, sondern dass das einzelne Produkt perfekt ist“, betont er. Deshalb setzt er auf erlesene Zutaten. Die Rohschokolade bezieht er von Fair trade-Herstellern aus der Schweiz und Frankreich. Die Milch ist bio und kommt von einem Hof aus der Umgebung. Die Eier stammen von einer örtlichen Freilandhaltung. Konservierungsstoffe, künstliche Aromen und Geschmacksverstärker sind tabu.

Zarter Karamellschimmer

Das Sortiment wechselt je nach Saison und wird ständig weiter entwickelt. Alles ist fürs Auge einfach gehalten. Dafür steckt unwahrscheinlich viel Liebe zum Detail in den Tartes, Eclairs, Petit Fours und Pralinés. Das könnt ihr zum Beispiel an Anna, dem Johannisbeertörtchen, sehen. Jedes wird einzeln mit einer Baiserhaube gekrönt. Diese erhält dann mit einem kleinen Bunsenbrenner einen zarten Karamellschimmer. Bei den Pralinés verwendet Andreas vor allem eckige Formen. „Dadurch harmonieren Füllung und Schokoladenummantelung besser miteinander“, erklärt er. Der Erfolg gibt ihm Recht. Nach 2016 und 2017 wurden 2018 fünf seiner Pralinenkreationen beim „International chocolate award“ in Hannover mit Gold, Silber und Bronze prämiert.

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Konditor & Pâtissier
Was für Pralinen! Alle Fotos: © Chocolaterie & Pâtisserie Andreas Muschler