Raphael ist Mountainbiker und Freerider. Seinen Traumjob hat er bei Schneestern im Allgäu gefunden. Dort macht er eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker. So beschäftigt sich beruflich mit Anlagen und Strecken für die Sportarten, mit denen er seine Freizeit verbringt.

Bei Schneestern sind sie alle irgendwie eine große Familie. Die etwa 70 Stammmitarbeiter eint nämlich vor allem eines: die Liebe zum Action-Sport. Gemeint ist damit zum Beispiel Snowboarden, Freestyle-Skifahren, Mountainbiken, BMX-Radfahren, Skateboarden oder Wakeboarden. Viele von ihnen haben aus ihrer Leidenschaft einen Beruf gemacht. Zusammen kreieren sie kleine und große Action-Sport-Anlagen für den Winter- und Sommersport. Mit dabei sind Snowparks in Ski-Orten wie Ischgl, Livigno oder Kühtai. Schneestern ist aber auch mitverantwortlich für richtig krasse Profi-Events wie die Red Bull Playstreets in Bad Gastein oder die X-Games in Norwegen. Sogar in China, Südkorea und in den USA hat die Firma Anlagen geschaffen für Weltcups und andere große Challenges.

Obstacles vom Konstruktionsmechaniker

Einer, der die Szenerie bestens kennt, ist Raphael. Im Sommer ist er so oft wie möglich im Sattel seines Mountainbikes zu finden, im Winter beim Freeriden. Er ist im vergangenen September zu Schneestern gestoßen, weil er unbedingt in diesem Bereich arbeiten wollte – obwohl er bereits mit dem Studium begonnen hatte. Er wollte Lehrer werden für Sport und Erdkunde. Nach dem vierten Semester hat er jedoch an der Uni abgebrochen und gezielt nach einer Firma gesucht, die im Actionsport unterwegs ist. Nun macht er eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker. Dabei baut er verschiedene Obstacles. Das ist der Fachausdruck für Hindernisse wie Geländer, Brücken und Tunnel. Meist ist die Grundkonstruktion der Obstacles aus Metall.

Arbeiten im Team

Raphael ist also am Schweißen, Bohren, Hämmern und Biegen. Er muss die verschiedenen Konstruktionspläne lesen und diese millimetergenau umsetzen. Auch technisches Zeichnen gehört zu seinen Aufgaben. Die Unterkonstruktion wird dann noch verkleidet, zum Beispiel mit Holz, MDF-Platten oder speziellen Kunststoffen. Hier kommen die anderen Handwerker des Fertigungsteams ins Spiel. Mit dabei sind noch Schreiner und Zimmerer sowie Industriemechaniker. Später wird alles mit Pistenraupen und manchmal sogar mit Baggern in der Landschaft platziert. Raphael findet es klasse, dass er an etwas mitwirken kann, das für ihn selbst so wichtig ist. Da ist er bei Schneestern nicht alleine.

Action-Sport statt Fußball

„Wir möchten den Action Sport gerne zu einer festen Größe machen“, sagt Marco. Er ist bei Schneestern für Marketing und Kommunikation zuständig. Statt Fußball zu spielen, warum nicht vermehrt mit dem BMX-Rad über einen griffigen Parcours heizen? Tatsächlich steigt die Nachfrage, denn der Action Sport ist vielfältig. Halfpipes und Areale zum Skaten zählen in vielen Gemeinden fast schon zum Standard. Bereits die Fünfjährigen sind auf den Anlagen zu finden. „Da ist es wichtig, dass die Hindernisse durchdacht und sicher sind“, betont Marco. Bei Schneestern sind sie da mittlerweile Profis. Der Betrieb feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum.

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