Von der Bodenplatte bis zu den Wänden: Wenn der Rohbau für ein Gebäude entsteht, ist Maurer Dominik von Anfang an dabei. Er kennt alle Bauphasen und weiß, worauf es ankommt. Teamarbeit ist dabei extrem wichtig.

Stein auf Stein, den lieben langen Tag – wer meint, das sei alles, was ein Maurer macht, irrt gewaltig. Dominik war das als Sohn eines Estrichlegers immer schon klar. Deshalb hat er nach der Schule eine Ausbildung bei der Rudolf Pfister GmbH in Schweinfurt begonnen. Das hat er bis heute nicht bereut.

Baustellen haben Dominik immer schon fasziniert: zuerst die riesigen Bagger und Kipper für die Erdbewegungen. Dann die verschiedenen Baustoffe: von Ziegel über Kalksandstein bis hin zu den unterschiedlichen Betonarten. „Da gibt es zum Beispiel den Porenbeton, aus dem Wände gemauert werden. Oder den Schwerbeton, der bei Brandschutzelementen zum Einsatz kommt. Alle verfügen über bestimmte Eigenschaften“, schildert Dominik begeistert. Als Maurer weiß er, wann welcher Baustoff eingesetzt wird und wie er zu verarbeiten ist. Eine Fundamentplatte wird beispielsweise aus Beton gegossen. Dafür oder auch für Wände aus diesem Material braucht es eine exakte und dichte Holzverschalung. Denn Beton ist zunächst flüssig und muss aushärten. Schließlich soll ja nicht alles krumm und schief werden.

Jede Wasserwaage misst anders

Auf eine exakte Ausführung kam es auch beim Leistungswettbewerb der Handwerksjugend an. Dominik war bei seiner Gesellenprüfung so gut, dass er beim Bundesentscheid antreten durfte. Er und seine Mitstreiter sollten jeweils eine Mauer aus Klinkersteinen hochziehen, wie man sie oft bei Mühlen in Norddeutschland findet. Bewertet wurde dann zum Beispiel, ob die Steinlage die richtige Höhe hat. Eine Steinlage besteht aus Stein und Fuge. Natürlich brauchte Dominik auch halbe Steine, die er erst zurechthacken musste. „Beim Setzen musste ich dann darauf achten, dass die unordentliche Seite nicht zu sehen war“, erzählt er. Später, als der Prüfungsausschuss die Mauern bewertete, mussten die Teilnehmer die verwendeten Wasserwaagen vor Ort lassen. „Jede Waage misst ein bisschen anders“, weiß Dominik. „Da kann es vorkommen, dass eine Wand nicht hundertprozentig waagrecht erscheint, nur weil eine andere Waage zum Nachmessen benutzt wurde.“ Ganz schön tricky.

Maurer im Lagenlook

Es ist schon mega, wenn man daran mitarbeiten kann, dass etwas Großes wie ein Gebäude erschaffen wird. Etwas, das noch Jahrzehnte später steht. „Da heißt es immer mitdenken“, betont Dominik. Das gefällt ihm. Auch das Arbeiten draußen ist Dominik viel lieber, als drinnen am Schreibtisch zu hocken. Gegen schlechtes Wetter hilft gute Kleidung. „Mehrere Schichten sind perfekt. Die kann man ausziehen, wenn es einem zu warm wird. Trotzdem hat man dann noch eine Reserve zum Wechseln, wenn es zum Beispiel regnet und man nass geworden ist“, verrät Dominik. Dicke Sicherheitsschuhe sind ebenfalls Pflicht. So bleiben auch im Winter die Füße warm. Ohnehin sind viele Baumaterialien nur bis 5 Grad Celsius zugelassen. Und wenn es wie aus Eimern schüttet, wird auf der Baustelle auch nicht gearbeitet. So kommt es, dass Dominik zwischen Anfang Dezember und Ende März viel frei hat. Dann baut er die Überstunden vom Sommer ab.

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