Draußen ist es bitterkalt und drinnen prasselt ein Feuer im Kamin: Behaglicher geht es kaum. Diese Gemütlichkeit verdanken wir Menschen wie Ofen- und Luftheizungsbauer Konstantin. Er hat für jeden Bedarf und jeden Style den richtigen Wärmespender in petto.

Es gibt kaum etwas Faszinierenderes als in ein Feuer zu schauen. Es prasselt, es knackt, Funken stieben nach oben, manchmal zischt es. Das Gesicht beginnt zu glühen. Immer verändern die Flammen ihre Form. Ob am Kachelofen oder hinter der Glasscheibe eines Kaminofens: Ein wärmendes Feuer wirkt wie ein Magnet. Das weiß auch Konstantin. Er ist Ofen- und Luftheizungsbauer im dritten Lehrjahr und kennt sämtliche Facetten: Ofen ist nicht gleich Ofen.

Heizmonster Grundofen

„Je nachdem, wie viel Heizleistung ich haben möchte, werden die Öfen unterschiedlich aufgebaut“, erklärt Konstantin und ich erfahre: Es gibt Warmluftöfen, Speicher- und Grundöfen. Bei den Warmluftöfen strömt kalte Luft ins Innere des Ofens, wird dort erwärmt und kehrt dann aufgewärmt in den Raum zurück. Speicheröfen sind dagegen darauf ausgelegt, einen Teil der Wärme zu speichern und erst nach einiger Zeit an die Umgebung abzugeben. Die Grundöfen sind die Heizmonster unter der Öfen. Sie haben einen super massiven Speicherkern und eine ausgeklügelte Abgasführung. „Deswegen braucht ein Grundofen einige Stunden, bis er voll aufgeheizt ist. Dafür hält er bis zu 20 Stunden warm“, meint Konstantin mit einem Augenzwinkern.

Eine Maske für den Kamin

Jeder Ofen ist ein Unikat. Er wird mit dem Kunden von Anfang an nach dessen Wünschen individuell geplant. Optik, Design und räumliche Gegebenheiten verlangen dem Ofen- und Luftheizungsbauer dabei eine Menge Kreativität ab. Was Konstantin mega taugt. Auch dass das Bauen eines Ofens mehrere Gewerke vereint, macht seinen Beruf spannend. Zusammen mit seinen Kollegen des Münchner Ofenbaubetriebs Bentlage mauert er, dämmt und verputzt. Je nach Kundenwunsch erhält ein Ofen noch Kacheln oder eine Maske. Das ist ein Rahmen meist aus Naturstein, wie man ihn oft bei englischen, offenen Kaminen sieht. Zum Angebot eines Ofenbauers gehören zudem Gas- und Ethanolöfen. Vor kurzem durfte Konstantin daran mitarbeiten, eine große Steakhouse-Kette im Ruhrgebiet mit Gaseinsätzen für ein gemütliches Kaminofenflair auszustatten. „Das waren Spezialanfertigungen, vier Meter breit“, erzählt er, immer noch beeindruckt. Seinen Enthusiasmus bringt er übrigens auch bei Pack Ma’s – der Lehrlingskampagne des SHK (Sanitär Heizung Klima)-Handwerks und der Spengler – ein.

Traum vom eigenen Betrieb

Konstantin ist auf Mallorca aufgewachsen. Die spanische Insel hat er für seine Ausbildung extra verlassen und ist nach München gezogen. Nach seinem Praktikum bei Bentlage war er gleich begeistert vom Beruf des Kaminofenbauers und hat sich über den Ausbildungsplatz sehr gefreut. Mittlerweile ist der Betrieb für ihn wie eine große Familie. Sobald er sein Lehre beendet hat, möchte er seinen Meister machen. „Da ist das Wissen noch frisch. Das Lernen fällt leichter“, hofft er. Danach will er ein paar Jahre arbeiten, bevor er irgendwann seinen Traum verwirklichen möchte: einen eigenen Betrieb, möglichst auf Mallorca.

Bist du auch auf der Suche nach deinem Traumjob? Der Berufe-Checker hilft dir weiter.