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Parkettleger Felix: Auf den Untergrund kommt es an

So ein Holzfußboden ist schon sehr schön. Vor allem wenn er ein besonderes Muster hat. Dahinter steckt viel Vorarbeit, weiß Parkettleger Felix. Ob ein Holzboden beim Betreten knarzt oder nicht, liegt daran, wie er verlegt wurde. „Wird das Parkett verklebt, kann es beim Betreten nicht nachgeben“, sagt Felix. Das hat auch den Vorteil, dass das Holz nach dem Verlegen nicht mehr „arbeiten“ kann. Anders ist es, wenn es schwimmend verlegt wird. Dann können sich kleine Spalten bilden, wenn das Raumklima feucht ist oder auch sehr trocken. Deshalb hält er das Verkleben grundsätzlich für hochwertiger. Allerdings ist es nicht immer möglich. „Bei Renovierungen kommt es oft vor, dass Reste des alten Bodens vorhanden sind, die den Untergrund uneben machen. Dann funktioniert das Kleben nicht“, räumt er ein.

Parkettleger verlegen auch Laminat, Kork & Co.

Klar verirrt sich der Kleber auch mal auf die Finger. „Dem kann man aber entgegenwirken, indem man den Spachtel richtig hält“, verrät Felix. „Außerdem gibt es spezielle Reinigungstücher“, meint er augenzwinkernd. Mancher Kleber ist sogar wasserlöslich, zum Beispiel der für PVC. Den bekommt man beim Waschen auch aus den Arbeitsklamotten wieder raus. Als Parkettleger verlegt Felix nämlich nicht nur Parkett in allen Variationen, sondern auch Bodenbeläge wie Laminat, Vinyl, Kork und eben PVC.

Den Untergrund vorbereiten

Wichtigster Punkt beim Verlegen: der Untergrund. Er muss eben sein und darf nicht zu viel Restfeuchte enthalten, wie das bei frischem Estrich oft der Fall ist. Das ist gerade bei Holzböden enorm wichtig. Außerdem achtet Felix darauf, dass der Abstand an den Rändern nicht zu groß ist. Die Abschlussleiste muss ihn verdecken können. In modernen Häusern kommt oft Fertigparkett zum Einsatz. Mit der Kreissäge kürzt Felix die Planken auf das richtige Maß. Zum Zusammenfügen benutzt er Schlagholz und Hammer. „Jeder Hersteller hat so sein eigenes Click- oder Schubsystem“, erklärt er. „Das durchschaut man aber schnell“, beruhigt er.

Jedes einzelne Stäbchen

Zu Beginn seiner Ausbildung bei Parkett Schmidt in Berglern durfte Felix gleich an der Erneuerung eines historischen Parketts mitarbeiten. Das hat ihn ziemlich gehypt. „Der Boden befand sich in einem denkmalgeschützten Gebäude auf der Praterinsel in München“, erzählt er. Deshalb musste er genauso wieder hergestellt werden wie er war. Felix und seine Kollegen haben also jedes einzelne Stäbchen vorsichtig entfernt und die Ränder geglättet. Danach wurde alles wieder fein säuberlich zusammengesetzt, geschliffen und versiegelt.

Die Zukunft: Meisterstipendium

Diesen Auftrag konnte danach nichts mehr toppen. Außer vielleicht die Teilnahme am Bundesentscheid des Leistungswettbewerbs. Als bayerischer Landessieger durfte sich Felix dort mit den anderen Landessiegern messen. Die Challenge: zuerst ein Massivholzparkett mit Flechtmuster und Fries legen. Danach stand noch eine PVC-Platte mit vier Intarsien an. Felix hat sich super geschlagen und landete auf einem stolzen 3. Platz. Im Januar 2022 steht der nächste Schritt auf seiner Karriereleiter an. Mit dem Meisterstipendium, das er von der Handwerkskammer für München und Oberbayern für seine Erfolge erhalten hat, startet er in seinen Meisterkurs.

Text: Andrea Lexhaller


Birgit Kirstein | 26. März 2021


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Parkettleger/-in
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