Habt ihr früher auch Bibi und Tina geschaut? Nö, oder doch? Im Januar kam „Bibi und Tina – Mädchen gegen Jungs“ ins Kino. In Teil 3 wieder mit Bibi und Tina alias Lina Larissa Strahl und Lisa-Marie Koroll. An ihrer Seite ist diesmal Ex-Y-Titty-Star Phil Laude in der Rolle des „bösen“ Fiesling Urs Nägeli. Auch in dieser Folge geht natürlich nix ohne Pferde. Bibi und Tina sind wieder mit ihren Pferden Sabrina und Amadeus unterwegs und punkten beim Geocaching.

So, und hier kommt Hannah ins Spiel. Sie ist Sattlerin im 3. Lehrjahr und stellt Pferdesättel her. Mal ehrlich: Ohne sie würden Bibi und Tina auf ihren Pferden längst nicht so gut aussehen. Denn ohne Sattel fällt man definitv schneller runter und hat viel weniger Halt. Dazu kommt, dass der Rücken Pferdes mit Sattel viel besser geschützt ist, weil das Gewicht der Reiters optimal auf dem Pferderücken verteilt wird.

Powernähen und nicht rumsitzen

Hannah ist 24 Jahre alt und lernt bei der Sattlerei Fichtbauer in Rennertshofen. An einem ganz normalen Arbeitstag näht sie vor allem Sattelpolster zusammen. Aber Achtung! Wenn eine angehende Sattlerin näht, ist das eher Powernähen, ganz ehrlich! Da tun einem schon beim Zuschauen die Finger weh! Für Hannah aber keine Sache. Cool! Mit zwei Fingerhüten aus Lederresten macht sich Hannah ans Werk. Denn wenn sie einen Sattel zusammennäht geht das nur mit Handarbeit, da kommt keine Maschine mehr durch. Hannah hat super Armmuskeln, sie braucht wirklich kein Fitness-Studio. Und wenn sie die Nadel durch die Lederteile zieht, nimmt sie eine Zange zu Hilfe. Bei Hannah kamen Hobby und Beruf zusammen: sie reitet selbst, hat 3 Pferde. So kam sie mit der Firma Fichtbauer in Kontakt.

Für Pferde: Jeder Sattel hat eine eigene Gestaltung

Es sah aber erst mal gar nicht so aus, dass Hannah in diesem Beruf landete und hier ihr Glück finden sollte. Zunächst lernte sie ganz klassisch einen Büroberuf und zwar Fremdsprachenkorrespondentin. Aber sie merkte schnell, dass das nichts für sie war: Hannah wollte in Bewegung sein und nicht im Büro sitzen. Über ihr Hobby kam sie zum Beruf und fing an, Sattlerin zu lernen. Jede Woche fertigt die Firma  9-10 Sättel. Damit alles nach Zeitplan funktioniert, muss die Teamarbeit funktionieren. Jeder kümmert sich um einen Teil des Sattels. Der Chef fügt zum Schluss alles zusammen. Aber nicht nur die Teamarbeit macht Hannah macht Spaß, sie liebt es auch, ihre Kreativität auszuleben, zum Beispiel wenn es um die Gestaltung der Vorführsättel, die Lederauswahl und die Anmutung geht. Handarbeit meets Kreativität!

Sattler haben übrigens nicht alle mit Pferden zu tun, du musst also nicht reiten können, du kannst auch als Autosattler arbeiten oder richtest die Krachlederne deines Freundes. Mehr über den Beruf des Sattlers erfahrt ihr hier.

Fotos: Vanessa Duldner