Zwischenwände einziehen, Decken und Böden verkleiden, Rohre verschwinden lassen: Christoph sorgt als Trockenbaumonteur für ansprechende Räume. Manchmal auch für Ruhe.

Wenn Wände wunderbar glatt aussehen und wie eine Eins dastehen, dann weiß Christoph, dass er rundum erstklassige Arbeit geleistet hat. Das Spachteln am Schluss ist seine liebste Tätigkeit. „Dann zeigt sich, ob vorher sauber gearbeitet wurde“, sagt er. Zum Beispiel, ob die Stöße der Gipskartonplatten eben sind. „Je besser der Unterbau, desto weniger Spachteln ist notwendig“, bestätigt Christoph, und: „Je weniger Spachtel, desto weniger Wellen.“ Für die finale Glätte werden die Oberflächen meistens noch geschliffen.

Trockenbaumonteur: Schnelles und sauberes Arbeiten

Der Vorteil am Trockenbau ist, dass viel weniger Dreck anfällt als beim herkömmlichen Mauern. Deshalb eignet er sich perfekt, wenn neue Wände in Gebäuden eingezogen werden sollen. „Außerdem geht es viel schneller“, betont Christoph. „Es gibt eine Unterkonstruktion. Die wird über spezielle Profile an Boden, Wand und Decke fixiert. Auf dieser werden dann die Platten montiert. Anschließend wird alles verspachtelt und glatt geschliffen. Fertig“, grinst er.

Akkuschrauber, Messer und Richtlatte

Die Unterkonstruktion besteht entweder aus Metall oder aus Holz. Je nachdem ob es sich um eine neue Wand handelt oder um eine Verkleidung, wird diese geschraubt oder gedübelt. Wichtigstes Arbeitsgerät hier ist der Schnellbauschrauber. „Das ist ein Akkuschrauber, der die Schrauben nicht zu tief in die Oberfläche hineindreht“, erklärt Christoph. „Wenn man damit gerne herumhantiert, ist das für die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ideal“, lässt er wissen. Außerdem von Vorteil: geschickte Hände (eh klar) und Genauigkeit. Diese braucht man, um mit Messer und Richtlatte die Platten zurechtzuschneiden bzw. zu brechen. Denn hin wieder kann es schon mal tricky werden. Wenn eine Wand zum Beispiel eine Nische bekommen soll. Auch ein Kreisfenster ist Christoph schon untergekommen. Ganz abgesehen von den Abkofferungen, hinter denen unschöne Rohre und Leitungen verschwinden sollen. Diese können manchmal doch recht wild verlaufen.

Platten über Platten

Bei der Beplankung kommen normalerweise Gipskartonplatten zum Einsatz. Braucht es Brandschutz, dann haben diese einen Glasfaserkern. Für mehr Schallschutz gibt es schwerere Platten, die eine höhere Dichte haben. „Da wiegt eine dann schon mal 30 Kilogramm“, erläutert Christoph. Auch Lochdecken schlucken den Schall perfekt. Das Verspachteln der Plattenstöße ist allerdings verzwickt. „Die Löcher, die dort zusammentreffen, müssen offen bleiben. Sind sie zugespachtelt, müssen sie nochmal nachgestanzt werden“, erklärt er. Sollen wuchtige Gegenstände an der Wand befestigt werden können, verwendet der Trockenbaumonteur Platten, die aus zwei Gipsplatten und einer OSB-Holzspanplatte bestehen.

Christophs Einsatzbereich ist so vielfältig, dass er in den kommenden Jahren erst einmal mehr Erfahrung sammeln möchte. Da trifft es sich perfekt, dass ihn sein Ausbildungsbetrieb, Akustikbau Heinrich in Frasdorf, nach der Gesellenprüfung übernommen hat.

Du möchtest mehr über den Beruf Trockenbaumonteur erfahren? Dann schau in die Berufe-Wiki.