Vom Quali über die mittlere Reife bis zum Fachabi und Abi, im Moment laufen die Abschlussprüfungen an den Schulen – noch bis in den Juli hinein. Und was kommt danach? Wir haben zusammengesucht, was Euch hilft, den richtigen Beruf zu finden.

Gerade heißt es schwitzen, Zähne zusammenbeißen, die Aufregung hinunterschlucken und einen kühlen Kopf bewahren. Während die Abiturienten mit ihren Prüfungen weitgehend durch sind, stehen sie den Real- und Mittelschülern noch bevor. Einige haben sich schon überlegt, was sie danach machen wollen. Sie haben eine Lehrstelle festgezurrt, sich einen Studiengang ausgesucht oder gehen auf eine Berufsfachschule. Andere sind sich noch unsicher, welchen Weg sie einschlagen sollen. Wir haben ein paar Tipps!

Offen sein und um Rat fragen

„Such Dir Rat“, empfiehlt beispielsweise Ausbildungsberaterin Katrin von der Handwerkskammer München. „Sprich mit Leuten, die Dich gut kennen und wissen, wo Deine Stärken und Talente liegen. Frag sie nach Berufen, die ihrer Meinung nach gut zu Dir passen würden.“ Das können die Eltern sein, Geschwister oder Freunde. Wichtig auch: Über den Tellerrand schauen, offen sein. So wie Schreinermädchen Ulrike, die in Australien einen Zimmerer kennengelernt hat, der sie für das Arbeiten mit Holz begeistert hat – obwohl sie nach dem Abi eigentlich nur Studieren auf dem Schirm hatte. Oder Orthopädietechniker Andreas, der nach einem Unfall zum ersten Mal in ein Sanitätshaus kam und danach wie elektrisiert war.

Praktikum ist ein idealer Einstieg

„Wenn Du das Gefühl hast, da ist ein Beruf, der Dich faszinieren könnte, dann mach so schnell wie möglich ein Praktikum“, ermuntert Katrin. Gerade im Handwerk ist das oft ganz unkompliziert. Viele Betriebe liegen nebenan. Ob Bäcker, Metzger, Schreiner, Metallbauer, Heizungsbauer, Steinmetz, Dachdecker – die Türen stehen offen. Es heißt nur hingehen und fragen, ob man mal für eine Zeitlang schnuppern kann. Klasse ist auch die Ferienwerkstatt, die beispielsweise die Handwerkskammer München anbietet. Dabei kann man in den Sommerferien live verschiedene Berufe ausprobieren. Und natürlich lassen sich für Anregungen auch Ausbildungsmessen gut nutzen.

Du bist nicht allein: Websites und Apps

Bei über 130 Handwerksberufen ist die Auswahl natürlich riesig. Aber es gibt gute Hilfsmittel, auf dieser Seite zum Beispiel. Im Berufe-Checker kannst Du Deine Stärken und Vorlieben eingeben und bekommst dann passende Berufe vorgeschlagen. In der Berufe-Wiki kannst Du selbst durch die Gewerke surfen und schauen, was das Arbeiten dort ausmacht.

Einen tollen Überblick gibt auch die Website www.handwerk-bayern.de/alleberufe. Dort werden alle Ausbildungsberufe im Handwerk kompakt und übersichtlich in einem Satz beschrieben. Prima für eine erste Orientierung! So etwas gibt es übrigens auch speziell nur für die Baugewerke und das Elektro-Handwerk unter www.karriereportal-handwerk.de. Kein Wunder, denn das Elektro-Handwerk allein beinhaltet – alle Fachrichtungen mitgezählt – schon sieben verschiedene Elektronikerberufe. Schön an dieser Seite sind die vielen Schaubilder. Schnellcheck, Berufe-Wiki, Bewerbungstipps, Videos und Linklisten bietet zudem die Seite www.handwerk.de.

Hast Du etwas gefunden, hilft Dir der Lehrstellenradar weiter. Den gibt es entweder online oder als App. Dort kannst Du nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen in Deiner Nähe suchen. Wie du auf der Suche nach Deinem Beruf weiterkommst, das sagen Dir außerdem auch gerne die Ausbildungsberater deiner Handwerkskammer.

Du siehst, Du bist nicht allein!