Uns haben die WorldSkills so begeistert, dass wir im zweiten Teil über Johanna, Markus und Timo berichten. Sie haben bei dieser Weltmeisterschaft der Berufe mitgemacht. Sie findet alle zwei Jahre statt. Daran teilzunehmen ist eine aufregende und bleibende Erfahrung. Im vergangenen Jahr ging es nach Abu Dhabi.

Abu Dhabi – der Name allein klingt schon exotisch und märchenhaft. Eigentlich klar, dass man dorthin will, wenn sich die Möglichkeit bietet. Noch dazu, wenn man sich einen Weltmeister-Titel holen kann. Jeder Wettkampf erfordert allerdings eine gute Vorbereitung, man muss trainieren, trainieren, trainieren. Was treibt einen trotzdem dazu mitzumachen?

Super viel gelernt

Kosmetikerin Johanna Volz aus Lichtenau wollte sich fachlich mit anderen messen. Das hat schon bei den deutschen Meisterschaften angefangen. „Da wollte ich ausloten, wo ich stehe im Vergleich zu Leuten, die auf der Kosmetikschule besser abgeschnitten hatten als ich“, sagt sie. Dass sie gut ist, wusste sie. Bei den WorldSkills erfuhr das Ganze seinen Höhepunkt. Knapp 1300 junge Fachkräfte aus 59 Ländern und Regionen traten an, um in 51 Skills / Disziplinen ihr Können zu beweisen. Für Johanna galt es bei der Berufsweltmeisterschaft, vor allem die Asiaten zu übertrumpfen. Sie hat fachlich viel dazu gelernt, aber auch für sich selbst. „Durch die WorldSkills bin ich viel welterfahrener und reifer geworden.“

Silber bei der Weltmeisterschaft

Bei Timo Schön aus Velburg sollten alle sehen, was ein Betonbauer drauf hat. „Beton ist ein unheimlich vielseitiges Material. Es können ganz kleine, filigrane Teile sein, die man fertigt, aber auch riesige. Nicht immer ist Beton grau. Er kann farbig sein und lässt sich prima mit Holz oder Stein kombinieren“, schwärmt er. Seine Leidenschaft und das wochenlange Training haben sich ausgezahlt. Wie sein Mitkämpfer Medin Murati triumphierte er mit einer Silbermedaille. Extrem wichtig für seinen Erfolg waren genaues und exaktes Arbeiten.

Kontakte in die ganze Welt

Auch Schreiner Markus Figl hat bei der Weltmeisterschaft der Berufe etwas gewonnen: Viele Kontakte in die ganze Welt und innerhalb Deutschlands. Und er hat seine eigenen Grenzen kennengelernt. „So ein Wettbewerb belastet schon“, gibt er zu. Nicht nur der Wettkampf selbst, sondern auch das wochenlange Training vorher. „Aber ich kann nun einschätzen, wie ich mit Zeitdruck und Stress klarkomme.“ Er weiß nun auch, dass Handwerker aus anderen Nationen nicht zu unterschätzen sind. Die Erfahrungen und Emotionen bei der Berufsweltmeisterschaft kann ihm keiner mehr nehmen: „Als nach den letzten Sekunden des Wettbewerbs alles vorbei war, ich es geschafft hatte, das war ein großartiges Gefühl!“

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