Seit einem guten Jahr bloggen die Azubis von Holzbau Jenn im Allgäu auf Instagram. Viele tolle Aufnahmen zeigen, wie abwechslungsreich die Arbeit als Zimmerer ist. Vor allem das Hausaufrichten finden alle mega.

Einige Wochen hat das Herrichten in der Montagehalle gedauert. Jetzt ist es soweit: Die Wände werden endlich auf den Sattelschlepper verladen. Bei Lukas, Maxi und Elias steigt die Vorfreude. Das Hausaufrichten steht an. Aus vielen Teilen wird ein neues Gebäude zusammen gefügt. „Es gibt nichts Schöneres als daran mitzuarbeiten“, sind sich die drei einig. Das Hausaufrichten ist Teamwork. Mindestens vier Kollegen müssen vor Ort sein: Einer bedient den Kran. Einer hängt die Elemente an, zwei nehmen sie entgegen und befestigen sie. Wer was macht, das wechselt von Baustelle zu Baustelle durch.

Höchste Konzentration

Das Hausaufrichten erfordert höchste Konzentration. Vor allem wenn die großen sperrigen Teile mit dem Kran vom Laster gehoben werden, müssen alle extrem aufpassen. „Die Wände können schnell ins Schwingen geraten“, schildert Lukas. Deswegen muss derjenige, der den Kran steuert, darauf achten, dass dieser sich langsam und gleichmäßig bewegt. Sicherheit ist das oberste Gebot. „Diejenigen, die die Elemente auf der Baustelle annehmen, brauchen vor allem einen guten Stand“, betont Lukas.

Drinnen und draußen

Maxi findet es besonders schön, dass er nicht nur in der Werkstatt arbeitet, sondern auch draußen. „Bei Wind und Wetter“, grinst er. Das war auch für Elias ein wichtiger Grund für die Ausbildung zum Zimmerer. „Klar macht die Arbeit draußen mehr Spaß, wenn es trocken ist“, sagt er. Regen oder Schnee kümmern ihn jedoch nicht wirklich. „Da nimmt man sich eben zwei Regenjacken und eine Regenhose mit, los geht‘s“, lacht er.

Wenn die Kettensäge röhrt

Neben solchen Highlights fertigen die Azubis Treppen und Türen, verlegen Terrassen oder – helfen bei Altbausanierungen mit. So durften sie vor kurzem 15 Zimmer eines Hotels in Balderschwang rausreißen. Mit der Kettensäge wurden die alten Holzeinbauten zerlegt. „Da ging es ganz schön zur Sache“, schmunzelt Elias. Er fand das ziemlich cool. Auch Lukas mag Altbauten: weil die Arbeit dort nicht so vorhersehbar ist. „Man weiß nie, was zum Vorschein kommt und muss dann vor Ort reagieren“, erklärt er.

Alle möglichen Winkel

Wenn links und rechts die Späne wegfliegen, dann ist Maxi in seinem Element. Egal ob Säge oder Hobelmaschine, das ist sein Ding. „Holz ist einfach ein toller Werkstoff“, schwärmt er. Eines seiner Hauptarbeitsgeräte als Zimmerer ist die Handkreissäge. „Damit kann man alle möglichen Winkel sägen“, erläutert er. Auch den Spitzhammer, den Akkuschrauber und den Zimmererwinkel hat er oft in der Hand.

Für Elias und Maxi steht in diesem Jahr noch die Gesellenprüfung an. Beide wollen auf jeden Fall bei ihrem Betrieb bleiben. „Erfahrung sammeln“, wie sie sagen. Und diese weitergeben. Elias freut sich schon jetzt darauf, wenn er mit einem Lehrling auf der Baustelle ist. Wenn er selbst darüber nachdenken muss, was wie zu tun ist, und das dann dem Neuen zeigen darf. Der kann sich aber vorher schon mal durch die Insta-Bilder von Holzbau Jenn klicken. Was für ein Glück!

Ob Zimmerer ein Beruf für dich wäre oder ob ein anderer Beruf besser passen würde, das zeigt dir der Berufe-Checker.