Ausbildung oder Schule? Job oder Berufung? Was hast du nach der Schule vor? Wir haben bei einigen Jugendlichen nachgefragt, was sie nach der Schule beruflich so vor haben und wie sie das Thema Berufswahl angehen. Ein paar Azubis kommen auch zu Wort.

Sebi, 15 Jahre, ist der Meinung, dass ihr nur durch Ausprobieren herausfinden könnt, was beruflich zu euch passt. „Ich baue gerne Modelle und habe schon ein Praktikum in einer Autowerkstatt gemacht.“ Vielleicht gibt es auch ein Hobby, das sich beruflich integrieren lässt. Felix  hat sein Hobby zum Beruf gemacht und lässt sich zum Maßschneider ausbilden. In seiner Schulzeit hat er schon eigene Modekollektionen entworfen. Jetzt lernt er das Schneiderhandwerk von Grund auf.

Berufswahl: Praktika und Ferienwerkstatt nutzen

Der 16-Jährige Maxi möchte wahrscheinlich Kfz-Mechatroniker werden. Er war schon auf einer Berufsmesse und hat den Tag der offenen Tür bei BMW besucht, um dort die verschiedenen Ausbildungsberufe kennenzulernen. Auch die Münchner Ferienwerkstatt in der vergangenen Woche hat er genutzt, um noch mehr Berufe kennenzulernen: „Ich habe mir den Goldschmied und den Metallbauer herausgesucht und das, was ich bisher von den Berufen kennengelernt habe, gefällt mir sehr gut.“ Auch die 15 Jahre alte Schülerin Laura ist aus diesem Grund in die Ferienwerkstatt gekommen. „Mein Vater hat gemeint, ich soll hierher kommen und ein paar Berufe wie Technischer Produktdesigner oder Mediengestalter kennenlernen.“ Momentan möchte Laura aber lieber beruflich mit Pferden arbeiten. Aber noch ist bei ihr alles offen. Genauso wie bei Alessio, 13 Jahre alt: „Ich habe ehrlich gesagt noch keinen Plan. Mein Onkel ist Dachdecker und ich kann mir auf jeden Fall etwas Handwerkliches vorstellen.“ Luca, der 14 Jahre alt ist, geht es genauso. Für ihn ist die Ferienwerkstatt auch deswegen geradezu ideal, denn er kann Berufe wie Mediengestalter und Schreiner ausprobieren.

Drinnen oder draußen: Büro oder Werkstatt

Jonas, 16 Jahre weiß auch noch nicht, wo es für ihn beruflich hingeht, aber: „Ich will definitv nicht im Büro arbeiten und möchte daher die handwerkliche Richtung einschlagen.“ Das möchte auch Stephan. Denn in seiner Familie gibt es viele Handwerker: „Meine Familienmitglieder haben entweder etwas mit Wasser oder mit Elektronik zu tun. Was liegt da näher als vielleicht auch Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Elektroniker zu werden? Simone ist bei der Berufswahl in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten, hat Land- und Baumaschinenmechatronikerin gelernt und arbeitet nun im elterlichen Betrieb mit. Letztendlich: es gibt viele Wege, die ins Handwerk führen. Pia hat zuerst ein Studium begonnen und ist über einen Umweg ins Handwerk gekommen. Ihre beste Entscheidung bis heute.

Und wie entscheidest du dich? Rund 130 Ausbildungsberufe im Handwerk warten auf dich! Es gibt rund 130 Ausbildungsberufe im Handwerk, da fällt die Auswahl schwer. Einen Überblick findest du im Berufe-Wiki – vom Ausbaufacharbeiter bis zum Zupfinstrumentenmacher. Im Berufe-Checker wiederum kannst du angeben, ob du drinnen oder draußen arbeiten möchtest oder eher technisch oder künstlerisch unterwegs sein möchtest. Dann bekommst du schon eine erste Auswahl.

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Eine Ausbildung zum Elektroniker bei Giese Energie und Regeltechnik in Puchheim bei München. Foto: © Handwerkskammer für München und Oberbayern
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Oder werde ich vielleicht Raumausstatter? Foto: © Hamdwerkskammer für München und Oberbayern
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Als Zahntechnikerin arbeitest du eng mit Zahnärzten zusammen. Foto: © Handwerkskammer für München und Oberbayern