Ich heiße Martina, bin 18 Jahre alt und treffe mich einmal wöchentlich mit meiner Mannschaft, um einen Wettkampf zu gewinnen, aber nein, es ist kein Fußballspiel oder Volleyballturnier. Sondern es ist der Schießsport, der sportliche Umgang mit einer Schusswaffe unter bestimmten Regeln.
In meinem Heimatort heißt in einem Schützenverein Mitglied zu sein, auch Gemeinschaft erleben. Größtenteils ist der gesamte Ort als Mitglied eingetragen. Unter den Mitgliedern befindet sich sehr viel gemischtes Publikum, egal ob Mann oder Frau, Jung oder Alt. Auch ich bin durch meine Familie und Freunde zum Schützensport gekommen und übe diesen seit sechs Jahren aktiv aus. Es steht nicht nur das Training im Vordergrund, auch wird gerne etwas gemeinsam unternommen, z. B. ein alljährlicher Skiausflug.

Beim Wettkampf ist Konzentration und ein ruhiges Händchen gefragt

So ein Wettkampf gestaltet sich folgendermaßen: Jede Person beginnt nach dem offiziellen Wettkampfbeginn, sich die Schützenkleidung (mit der man sich nur noch eingeschränkt bewegen kann) anzuziehen und sein Luftgewehr gesichert an den Schießstand zu bringen. Danach begibt er sich in seine Schießposition und beginnt damit seine 40 Schüsse bestmöglich in der Mitte der Scheiben zu platzieren.
Das Ergebnis der Schützen aus einer Mannschaft wird zusammengezählt und mit der gegnerischen Mannschaft verglichen. Die Mannschaft, die besser in die Mitte gezielt hat, gewinnt somit den Wettkampf.
Doch woher stammt eigentlich die Hauptausstattung eines jeden Sportschützen – das Luftgewehr?

Das richtige Ziel treffen – Büchsenmacher-Ausbildung

Dafür ist wieder ein Handwerker mit ganz viel Fingerspitzengefühl gefragt, der sogenannte Büchsenmacher. Dieses Handwerk gibt es nur noch selten in Bayern und sucht deshalb nach Nachwuchs. In der Büchsenmacher-Ausbildung fertigt ihr Schusswaffen für Jäger und Sportschützen an und bessert auch Handfeuerwaffen aus. Ihr montiert Ersatzteile und schießt die Waffen ein, auch Verkauf- und Beratungsgespräche mit Kunden stehen auf der Tagesordnung.
Während der Büchsenmacher-Ausbildung erlernt man in drei Jahren grundsätzlich die Techniken der Metallbearbeitung und den Umgang mit Holz- und Kunststoffen, außerdem wird man unter anderem in Waffentechnik, Optik und den rechtlichen Grundlagen des Waffengesetzes unterrichtet.
Damit jeder Schuss ins Schwarze trifft, ist viel Präzision, Verantwortungsbewusstsein und Fingerspitzengefühl gefragt, um Sicherheit und Qualität gewährleisten zu können. Hier könnt ihr euch über die Büchsenmacher-Ausbildung informieren.

Fotos:
© fotolia; Martina Schuster