Die Schule ist beendet, du hast eine Lehrstelle gefunden. Nun geht es in die ersten Tage der Ausbildung im Betrieb. Das ist aufregend und am Anfang ziemlich anstrengend, aber: Es geht vorbei und du bist nicht allein.

Von der Schulbank an die Werkbank: Das ist schon eine ziemliche Umstellung. Statt sich durch einen geregelten Stundenplan zu sitzen, heißt es nun anpacken. Du lernst das Werkzeug und die Maschinen kennen. Die Kollegen wollen unterstützt werden. Du bist acht Stunden auf den Beinen. Das ist gerade in der Anfangszeit ziemlich anstrengend.

In der Ausbildung wachsen die Muskeln von allein

Maler Philipp erinnert sich noch gut. „Ich habe zwar schon während der Schulzeit im Betrieb meiner Eltern mitgearbeitet. Dadurch war der Übergang fließend. Aber als es mit der Ausbildung voll losging, war ich die ersten Wochen ziemlich platt“, erzählt er. Sein Tipp: Einfach eine Zeitlang das Fitness-Studio weglassen. Die Muckis wachsen durch die ungewohnte körperliche Tätigkeit von selbst. Auch Schreinerin Ulrike kann das bestätigen. Am Anfang fand sie die Bretter, die sie durch die Werkstatt hieven musste, noch recht schwer. Nach einer Weile wurden sie immer leichter. „Inzwischen habe ich ganz gute Oberarmmuskeln“, schmunzelt sie. Das ist doch was. Wer wünscht sich schließlich keinen definierten Bizeps?

Nie verkehrt: Fragen, fragen, fragen

Und es gibt noch ein paar Tipps, die die alten Hasen für die Neuen in petto haben. Da ist zum Beispiel das Thema Pünktlichkeit. Die ist für Chefs extrem wichtig. Wer sich mit seinem Ausbilder von Anfang an gut stellen will, sollte sich genau überlegen, wie lange er/sie für den Weg braucht. Lieber ein bisschen mehr Zeit einplanen und locker und entspannt ankommen als total abgehetzt auf den letzten Drücker. Außerdem wichtig: Keine Angst vor Fragen haben. Bevor du wieder nur rumgestanden bist und nichts kapiert hast, löchere deinen Ausbilder und deine Kollegen. Stelle so viele Fragen, wie nötig sind, damit du deine Aufgabe verstehst und weißt, wo du die nötigen Arbeitsmaterialien findest. Die anderen machen den Job schon lange und vergessen manchmal Dinge zu erklären. Etwas Eigeninitiative schadet da nie.

Best friend: der Notizblock

Eine super Unterstützung ist am Anfang der Notizblock. Schreib auf, was dir an neuen Informationen unterkommt: wie Arbeitsabläufe funktionieren, wichtige Daten und Deadlines, welche Aufträge anstehen, worauf beim Bedienen der Maschinen zu achten ist… Das hilft dir, damit du den Überblick behältst, Dinge nicht vergisst oder verwechselst. Außerdem ist das schon die halbe Miete für das Berichtsheft, das du mit Sicherheit führen musst. Auch Hilfsbereitschaft kommt immer gut an. Egal ob es ums Aufräumen der Werkstatt geht oder ein Kollege dringend deine Unterstützung braucht: Biete deine Hilfe an! Denn im Team funktioniert die Arbeit viel leichter und macht mehr Spaß. Wenn du selbst Hilfe brauchst, springt dir dann bestimmt auch schnell jemand bei.

Ein sehr nützlicher Begleiter ist übrigens die AppZubi 2.0. Sie liefert dir während deiner Ausbildung viele Tipps und Informationen und hält dich über wichtige Termine auf dem Laufenden. Hol sie dir doch auf dein Smartphone.

Foto: © m & h fotografie Hannes Harnack & Merle Busch