Mitten im Herbst bringen wir euch ein bisschen französische Sonne und Lebensart der Franzosen. Dazu gehen wir zurück in den Sommer und es geht nach Frankreich. Zu dieser Zeit waren nämlich einige Lehrlinge aus Schwaben in der Region Pays de la Loire zu Gast.

Arbeiten im französischen Betrieb

Simone Higl aus Affing erzählt euch wie es war. Sie ist Konditorlehrling in Friedberg und hat während des Austausches in Frankreich in einer französischen Konditorei mitgearbeitet. Land und Leute konnte sie auch kennenlernen. Mit dabei waren drei Konditorinnen, drei Bäcker, zwei Friseurinnen und ein Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.

Was war in Frankreich anders?

„Die Arbeit der Konditoren in einem anderen Land zu sehen, war sehr interessant. Es waren aber nicht nur die anderen Aufgaben in einem französischen Konditoren-Betrieb. Auch in meiner Freizeit habe ich viel über die Franzosen gelernt, wie sie leben, welche Einstellung sie haben, ihren Umgang. Es ist immer wieder schön, neue Kulturen kennenzulernen. Ich habe sehr viel Positives mitgenommen und werde Frankreich bestimmt wieder besuchen.“

„In Frankreich sind die Betriebe eher kleiner, was nicht negativ ist. Das Arbeitsklima war sehr angenehm. Was mir auch aufgefallen ist: Die meisten Franzosen sind eher gemütlicher und haben einen sehr netten Umgang. Und die Restaurants dort sind sehr edel eingerichtet und wirken sehr einladend.“

Informationen bei der Handwerkskammer

Während einer Lehre könnt ihr an einem Austausch ins Ausland teilnehmen und Eindrücke im Berufsleben z. B. in Frankreich sammeln. Land und Leute lernt ihr auch kennen, denn gewohnt wird meist in Gastfamilien.

Fragen zum Frankreich-Austausch oder zu Auslandspraktika für Handwerker beantwortet die Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Schwaben Ulrike Beck. 

Während des schwäbischen Austausches waren Ulrike Beck und Lisa Langen, die pädagogisch und sprachlich unterstützt hat, sogar vor Ort mit dabei. Das Programm organisierten die Partnerkammern Chambre de Métiers et de l’Artisanat de la Sarthe (Le Mans) und Chambre de Métiers et de l’Artisanat de la Mayenne (Laval).

Diesmal gab es einen Ausflug in den Hochseilgarten, eine Bootsfahrt auf der Marne und Stadtführungen in Laval bzw. Le Mans. Ebenso standen Betriebsbesichtigungen, wie zum Beispiel in die Produktionsstätte der bekannten Spezialität Rillettes, einem Fleisch-Brotaufstrich aus der Region Sarthe, auf dem Plan. Und ganz zum Schluss gab es einen Mini-Aufenthalt in Paris. Wollt ihr noch mehr über den Lehrlingsaustausch wissen? Dann lest doch nach, was Lea, Georg und Isabell aus Oberbayern in der Bretagne erlebt haben.

Fotos: Handwerkskammer für Schwaben